„Ein Tag, der vielen schwer fällt“

Gemeinde verabschiedet sich von Lukaskirche 

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Gemeindemitglieder trugen – begleitet von Pfarrer Martin Vogt und Pfarrerin Gabriela Hirsch – die liturgischen Gegenstände aus der Lukaskirche.

Sundern. Es war der letzte Gottesdienst in Sunderns evangelischer Lukaskirche. Viele Gemeindemitglieder waren gekommen, um noch einmal das Abendmahl in dem fast 70 Jahre alten, als Notkirche errichteten Holzgebäude zu feiern. Es war ein emotionaler Abschied, durch den Pfarrer Martin Vogt die Gemeinde gemeinsam mit dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg, Dieter Tometten, und Pfarrerin Gabriela Hirsch führte.

„Es ist ein Tag, der vielen von uns schwer fällt“, sagte daher auch Sunderns evangelischer Pfarrer gleich zu Beginn des Gottesdienstes, den neben Vertretern des Kirchenkreises auch Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel, Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schauerte und Barbara Fisch als Vertreterin des Pastoralverbunds besuchten.

 „Danke für dieses Gebäude, das du uns gegeben hast“, betete Superintendent Tometten, verwies aber auch auf den Lauf der Zeit, bei dem Altes vergehen muss und Neues kommen darf. „Gott wohnt nicht in Tempeln, die von Menschen gemacht sind“, zitierte der leitende Pfarrer des Kirchenkreises aus der Apostelgeschichte. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Martin Vogt an die Geschichte, der am zweiten Advent des Jahres 1950 eingeweihten Lukaskirche. Ganz unscheinbar, am Rand stehe das kleine Gotteshaus. Ähnlich wie damals die evangelischen Christen, für die diese Notkirche nach dem Kriegsende errichtet worden sei. In ihr sei viel gebetet, getauft und geheiratet worden. „Bilder, die jeder für sich hat, mitnimmt und auch später in die neu errichtete Kirche trägt“, so der Pfarrer. 

Beim Abendmahl waren es nicht wenige, die ihre Tränen hinunterschlucken mussten. „Die evangelische Gemeinde verabschiedet sich mit Dank und Respekt“, las der Superintendent aus der Entwidmungsurkunde vor. Schließlich wurden die liturgischen Gegenstände wie die Altarbibel, die Osterkerze, das Abendmahlgeschirr, Taufbecken und Kreuz in die Hände von Mitgliedern der Gemeinde übergeben und gemeinsam aus dem ehemaligen Gotteshaus getragen. „Im Anschluss wollen wir uns mit Essen, aber auch gegenseitig stärken“, hatte Pfarrer Vogt schon im Vorfeld zum Beisammensein ins Gemeindezentrum eingeladen. Der Einladung waren viele gefolgt. 

Derweil sucht der Sunderner Heimatbund noch nach einer Lösung für die Kirche.

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