Die Erinnerung lebt

Den anhaltenden Regen übersehend, nahmen viele Leute an der Einsegnung der Gedenktafel vor dem Geburtshaus des Bischofs Hugo Aufderbeck durch den Erzbischof von Köln, Dr. Joachim Kardinal Meisner, teil. Foto: K. Teipel

Vor 28 Jahren starb der 1909 in Hellefeld geborene und in Erfurt tätige Bischof Hugo Aufderbeck. Sein Andenken bewegt heute noch die Menschen des so genannten "Alten Testaments". Vor Beginn des jährlichen Pontifikalamtes mit Dr. Joachim Kardinal Meisner weihte der Gast aus Köln eine Gedenktafel vor dem Geburtshaus seines bischöflichen Freundes ein.

Anlass der Aufstellung dieser Tafel ist die 100. Wiederkehr des Geburtstages des großen Hellefelder Sohnes. Initiator war der Leiter des Pastoralverbundes Sundern Altes Testament, Pfarrer Michael Schmitt. So erfahren auch Fremde von diesem bedeutenden Kirchenmann, der den Menschen in der damaligen DDR geistige und geistliche Stütze war.

Bischof Hugo Aufderbeck stand zu seinem Wahlspruch "Euer Bruder und Gefährte in der Bedrängnis". Und diese Bedrängnis war ständig zu spüren, schon 1948, als er Seelsorgeamtsleiter des Erzbischöflichen Kommissariats in Magdeburg wurde, wie später, 1962 als Weihbischof des Bistums Fulda und insbesondere seit 1973, als Apostolischer Administrator in Erfurt und Meiningen.

Keiner weiß dies so handgreiflich zu bezeugen wie der heutige Erzbischof von Köln, der von 1975 bis 1980 Weihbischof in Erfurt war und Bischof Hugo Aufderbeck noch über dessen Tod hinaus seinen "geistlichen Ziehvater" nennt.

"Ziehvater" des Kardinals

Zur Eucharistiefeier im Gedenken an Bischof Hugo Aufderbeck war die St. Martinuskirche Hellefeld wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Vereine waren mit Fahnenabordnungen vertreten und die heimische Chorgemeinschaft brachte sich aktiv in die Feier ein.

In seiner Predigt sagte der Kardinal: "Bischof Hugo Aufderbeck war der gute Hirte des ihm vom Herrn anvertrauten Volk Gottes." Man müsse Gott danken, dass er in seine Liebe zu den Menschen so viel investiert habe.

Auch nach Beendigung der Messfeier betonte Meisner nochmal, habe Bischof Hugo Aufderbeck "im Wagnis liebender Verantwortung" Zeichen gesetzt, die auch in seiner Heimat ein ehrendes Andenken verdienen.

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