Impuls trägt Früchte

Ökumenisches Team setzt die ersten beiden Highlights

In die Johanneskirche lädt das Ökumenische Team der evangelischen Kirchengemeinde Sundern und des Pastoralen Raums Sundern ab 6. Dezember zur „ökumenischen Marktpause“ ein. Gemeindereferentin Nicole Laufmöller, Pastor Otto Dalkmann, Vikar Pater Antony Nelson, Gemeindereferentin Barbara Fisch, Pfarrer Stefan Siebert, Pfarrerin Gabriela Hirsch, Pfarrer Martin Vogt und Gemeindereferentin Monika Hake (von links) freuen sich auf jedermann. Foto: Jana Sudhoff

Sundern. Schritte aufeinander zu gehen die Evangelische Kirchengemeinde Sundern und der Pastorale Raum Sundern. In einer Meinungsumfrage hatten die Katholiken das große Bedürfnis nach mehr Ökumene geäußert. Den Impuls haben die Hauptamtlichen der katholischen und evangelischen Kirche aufgegriffen. „Jetzt werden die ersten Früchte dessen geerntet, was im Herbst in Stiel gestoßen wurde“, sagt Pfarrer Martin Vogt.

Der protestantische Seelsorger ist Mitglied eines neuen Ökumenisches Teams, das sich seitdem regelmäßig trifft. Hier hat man bereits „große Gedanken gesponnen, um ab dem kommenden Kirchenjahr einige Highlights zu setzen“, kündigte sein katholischer Kollege Pfarrer Stefan Siebert an. „Wir haben den Impuls aufgegriffen und ihn in ein Format und eine Regelmäßigkeit gegossen“, ergänzt Vogt mit Blick auf das neue Gremium, das nun zwei erste konkrete Initiativen auf ökumenischer Basis auf die Beine stellt.

Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Advent bieten die Vertreter beider Konfessionen den Marktbesuchern eine „spirituelle Tankstelle“ an. Jedermann kann an den Markttagen in Sundern 15 Minuten innehalten, mit Gott in Berührung kommen, Herz, Geist und Seele auftanken und seine Lasten loswerden. „Ökumenische Marktpause“ heißt das neue Format, das donnerstags um 10.30 Uhr in der St.-Johanneskirche angeboten wird. Die erste Gelegenheit, einer Andacht ohne große Liturgie zu lauschen, besteht an Nikolaus am 6. Dezember. „Musikalisch und inhaltlich werden wir eine große Bandbreite abdecken“, verspricht Martin Vogt.

Mut fassen und sich überraschen lassen

„Wir freuen uns auf die Marktpause und hoffen, dass die Menschen den Mut fassen zu kommen und sich überraschen zu lassen“, sagt Gemeindereferentin Nicole Laufmöller, die sich zusammen mit dem Ökumenischen Team auch auf neue Gesichter freut. „Unser Ziel ist es, eine einladende Kirche im Stadtgebiet von Sundern zu sein“, macht auch Stefan Siebert für die gestaltete Viertelstunde als niederschwelliges Angebot für jedermann Werbung.

Gleiches gilt für das zweite neue Format. Für Pfingstmontag, 10. Juni, ist eine große ökumenische Aktion geplant. Einen gemeinsamen Gottesdienst wollen die Katholiken und Protestanten in jedem Jahr an einem anderen besonderen Ort feiern. Der Termin an Pfingsten – dem Fest des Geistes und somit der Geburtsstunde der Kirche – hat einen symbolischen Wert für das Ökumenische Team: als Zeichen des Aufbruchs, „dass ein neuer Geist durch die Kirche weht“, erklärt Pfarrer Stefan Siebert. Mit dem Gottesdienst möchte man alle Gemeinden im Stadtgebiet ansprechen. „Wir wünschen uns, dass sich die Leute aus den Gemeinden auf den Weg machen – wie bei einem Sternenweg –, um an einem Ort einen Gottesdienst zu feiern“, erklärt Siebert, der auch hofft, andere, zusätzliche Menschen anzusprechen, die keine regelmäßigen Kirchgänger sind. Noch steht der Veranstaltungsort nicht fest, gute Ideen sind willkommen. „Der Ort muss gut erreichbar sein, ungefähr im Mittelpunkt liegen und ausreichend Parkplätze haben“, nennt Siebert die Auswahlkriterien.

Derweil wird sich das Ökumenische Team natürlich weiterhin regelmäßig treffen. „Wir wollen den Blick auf das Miteinander und nicht auf das Trennende richten, im Sinne einer großen Familie der Christenheit“, so Vogt.

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