Verkehrsbetriebe bilden ehrenamtliche „MobilitätsPaten“ aus

Den ersten Schritt wagen

Ehrenamtliche MobilitätsPaten informieren und beraten ihre Mitmenschen. Foto: RLG

Es ist nicht für jeden leicht, den Fahrplan zu lesen und die richtige Fahrkarte zu lösen. Oft trauen sich Menschen, die erstmals oder nach langer Zeit wieder Bus und Bahn nutzen möchten, den ersten Schritt nicht zu.

Sundern.

Um diese Menschen zu beraten, bilden die Verkehrsunternehmen ehrenamtliche MobilitätsPaten aus. Der MobilitätsPate, egal ob männlich oder weiblich, ist ein Bürger aus einem Ort oder Ortsteil, der die Einwohner in Mobilitätsfragen berät. Der MobilitätsPate wird zur Linienstruktur des ÖPNV in seiner Region geschult, so dass er über die wichtigsten Busverbindungen, Zuganschlüsse, Fahrpreistarife und Informationsmedien Auskunft geben kann. Bei schwierigen Fragestellungen kennt er Ansprechpartner in den Verkehrsunternehmen, die ihm und den Bürgern weiter helfen können.

„Unter den MobilitätsPaten sind normale Buskunden, aber auch Ortsvorsteher, Vereinsvorsitzende und Gastronomen.

„Jeder kann MobilitätsPate sein“

Mitmachen kann jeder, der Interesse an der Sache hat und gerne mit seinen Mitmenschen kommuniziert“, so Gregor Speer, Projektleiter bei der RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe. Er erläutert dazu: „Wenn der MobilitätsPate vermittelt, dass es die Fahrplanauskunft auch telefonisch gibt, der Fahrer verpflichtet ist, die günstigste Fahrkarte zu verkaufen und die Busse selbstverständlich aufeinander warten, dann sind die Hürden für neue Fahrgäste schon kleiner geworden.“

Darüber hinaus kann der MobilitätsPate auch SchnupperTickets zum Ausprobieren verteilen, um die Kostenhürde zumindest für den Anfang aus dem Weg zu räumen.

Für die nächste kostenlose halbtägige Schulung am 30. November sind noch Plätze frei, so dass sich Interessierte bei der RLG unter info@rlg-online.de oder telefonisch unter % 02961/9702-44 melden können. Entstehende Fahrtkosten zum Schulungsort werden erstattet.

Bereits 18 MobilitätsPaten sind im Einsatz, einer davon ist Roland Quentmeier aus Tiefenhagen. Seit dem Frühjahr dieses Jahres unterstützt er als MobilitätsPate seine Mitbürger in Sachen Mobilität. Zu erreichen ist er unter % 02935/5513275 oder unter vorstand-hochsauerland@vcd.org.

Hintergrund

MobilitätsPaten sind ein Baustein des Gesamtprojektes mobil4you, mit dem innovative Maßnahmen zur Förderung der Mobilität im ländlichen Raum umgesetzt werden. Diese Maßnahmen werden vom Verkehrsministerium des Landes NRW finanziell gefördert und vom Kreis Soest, dem Hochsauerlandkreis, der DB WestfalenBus Busverkehr Ruhr-Sieg sowie von der RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe entwickelt und umgesetzt.

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