Großes Volleyballfest ohne Happy End

Erstes Heimspiel in der zweiten Bundeliga: RC Sorpesee schrammt eine Nasenlänge am Sieg vorbei

Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee zeigten bei ihrem ersten Heimspiel in der zweiten Bundesliga Kampfgeist. Trotzdem mussten sie sich am Ende dem VFL Oythe geschlagen geben.
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Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee zeigten bei ihrem ersten Heimspiel in der zweiten Bundesliga Kampfgeist. Trotzdem mussten sie sich am Ende dem VFL Oythe geschlagen geben.

Sundern – Als der letzte Aufschlag des Spiels RC Sorpesee gegen den VFL Oythe gespielt war, hingen die Köpfe auf Seiten der jungen Sauerländerinnen doch ganz schön in Richtung Boden. Da halfen auch der aufmunternde Applaus von der trotz Corona gut gefüllten Tribüne und die kritischen aber auch aufmunternden Worte des Trainer- und Betreuerteams nicht. Beim 2:3 war wirklich alles drin und das Spiel hatte alles, was ein hochklassiges Kampfduell in Bundesliga Zwei parat haben muss.

Schon in Satz 1 zeigten beide Teams den Zuschauern in Sundern, dass die lange Wettkampfpause nun spätestens ab Spiel 2 endgültig aus den Kleidern geschüttelt war. Zahlreiche sehenswerte Ballwechsel rissen die Fans von den ausschließlich Sitzplätzen im weiten Rund und sorgten für einen ausgeglichenen Spielstand über weite Strecken des Satzes. Beim 13:8 hatte der RCS dann die Nase etwas weiter vorne, konnte den Vorsprung aber nicht ganz transportieren. Ähnliches Bild beim 18:14 aus Sicht der Gastgeberinnen, als eine starke Aufschlagserie der Gäste das Blatt im Auftaktdurchgang doch noch wendete. Zwei Auszeiten später lief man beim 18:20 hinterher und musste zähneknirschend den Auftaktdurchgang dem VFL Oythe überlassen. 20:25 – ein Tiefschlag der erstmal verdaut werden musste. 

Satz 2 allerdings sah eine deutlich verbesserte Performance der Gastgeberinnen. Sorpesee gab früh im Satz den Ton an und konnte aber auch dieses Mal die knappe Führung nicht halten. Eine kleine Serie brachte Oythe mit 10:8 in Front. Der RCS aber konterte und setzte unter dem Jubel der Fans zum Zwischenspurt an. Mit fünf Punkten in Folge brachte das Team sich zurück auf die Straße in Richtung Satzgewinn und fightete verbissen um jeden Ball. Als beim 19:15 auch dem RCS eine Aufschlagserie gelang war der Satzgewinn endgültig in Reichweite und unter dem Jubel der Fans beim 25:17 im zweiten Nachgreifen gesichert. 1:1 alles wieder auf Anfang. 

Satz 3 war ein Spiegelbild des Auftaktdurchgangs. Der RCS kam etwas verschlafen aus der Satzpause, musste damit bis zur ersten technischen Auszeit einem kleinen Rückstand hinterherlaufen. 5:8 hieß es aus Sicht der Gastgeberinnen, die das Ergebnis bis zur zweiten technischen Auszeit allerdings wieder in eine kleine Führung für sich verwandelten. Ab dem 16:15 entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Krimi Faktor, bei dem der RCS leider in zu vielen Momenten die Punkte nicht konsequent genug zu Ende spielte. So brachte sich das junge Team letztlich um die durchaus vorhandenen Chancen und hatte in der Crunchtime des Satzes ab dem 22:22 erneut das Nachsehen. 1:2 das Ergebnis einer Partie, in der der RCS über weite Strecken mindestens ebenbürtig war. 

Einige knifflige Situationen

Den Höhepunkt der Spannung einer ohnehin aufreibenden Partie lieferte dann aber Durchgang 4. Mit dem Rücken zur Wand und einer wachsenden Unruhe in den eigenen Reihen versuchten die Mädels vom Sorpesee weiterhin alles, dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Es wurde geschrien, geflucht, gejubelt und immer wieder aufgemuntert, unterliefen den Gastgeberinnen doch gerade in den engen Phasen ärgerliche Patzer. Die Moral allerdings verlor das Team um ihre Spielführerin Kirsten Prachtel zu keiner Zeit und so waren es die beiden letzten Bälle des Satzes, die über Wohl und Weh im Schulzentrum entscheiden mussten. 23:23 und der RCS mit zwei starken Aufschlägen zur besten Zeit. Satzausgleich und das Schulzentrum stand kurzerhand Kopf. 

Auch im entscheidenden Tie-Break sah es lange gut aus für den RCS. Beim 8:6 wurden die Seiten gewechselt und diese hielt auch bis zum 10:9. Einen möglichen Sieg vor Augen allerdings versagten dem RCS in einigen kniffligen Situationen die Nerven. Oythe spielte unaufgeregt und in der entscheidenden Phase der Partie fast fehlerfrei. So mussten trotz allen Kampfgeistes die Mädels vom See am Ende einer rassigen Partie mit nur einem Punkt vorlieb nehmen. Aber wer weiß wofür der gut sein kann, auf die Leistung aufbauen kann das Team in jedem Fall.

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