„Ein sicheres Haus gebaut“

Evangelische Kirchengemeinde Sundern feiert Richtfest der Lukaskirche

Freuen sich beim Richtfest auf die neue Kirche: Architekt Lars Krug, Kitty Gröne, Pfarrerin Gaby Hirsch, Pfarrer Martin Vogt, Zimmermeister Richard Greitemann und Pfarrer Stefan Siebert auf der Baustelle.

Sundern – Auf einem guten Kurs ist der Neubau der evangelischen Lukaskirche in Sundern. Am künftigen Gemeindezentrum wurde am Freitag das Richtfest gefeiert. Keine zwei Monate nach der Grundsteinlegung an der Hauptstraße in Sundern, hat das Gebäude inzwischen sichtbare Formen angenommen. Davon überzeugen sich im Beisein des Hausherren Pfarrer Martin Vogt rund 70 Gäste zum Richtfest auf der Baustelle persönlich.

„Wir sind froh, dass wir soweit geko mmen sind und möchten heute unsere künftige Kirche in ihrer neuen Größe zeigen“, begrüßte Pfarrer Martin Vogt die Gäste in Sundern. Es solle eine Kirche zum Wohlfühlen werden. Die erwarteten erheblichen Veränderungen seien dem Fleiß der Handwerker und der Initiative der Gemeinde zu verdankten, so Vogt weiter. Und in dem noch kalten und feuchten Rohbau munterte der Hausherr die Gäste auf: „Rücken Sie zusammen, Gemeinsamkeit fördert innere Wärme!“ 

Im Rahmen einer Andacht erinnerte Pfarrer Vogt in einer kleinen Predigt an Jesus und die Geschichten, die er aus dem Leben erzählt habe. Dabei sei auch der Hausbau ein Thema, und der bekannte Spruch, dass das Haus nicht auf Sand gebaut werden soll, sei wohl vielen noch in Erinnerung. „Wir haben hier ein sicheres Haus gebaut“, sagte Vogt. Und das, so der Geistliche, werde in der Zukunft auch etwas aushalten müssen, er rechne auch mit Stürmen. Als Gemeinde wolle man künftig in dem Haus zusammen kommen und hier einen geeigneten Platz finden, so der Pfarrer. Deshalb sei das Richtfest an der künftigen Kirche auch ein Ausdruck der Freude. 

Gute Nachrichten konnte Martin Vogt auch hinsichtlich der Planung und Kosten verkünden. Man liege gut in der Zeit und halte den gesteckten Kostenrahmen. Als Ziel sei die Fertigstellung für Weihnachten 2020 geplant gewesen, doch das Gotteshaus könne auch schon eher fertig werden. Seinen Dank richtete Pfarrer Martin Vogt an seinen Kollegen Stefan Siebert, der als Gast und Freund teilnahm. Trotz der Bauarbeiten habe man ein evangelisches Gemeindeleben führen und dazu die katholische Kirchen in Sundern nutzen können. 

„Ein Priester kann vieles, aber kein Haus bauen“, sagte Vogt mit Blick auf die anwesenden Handwerker. Ihnen dankte der Geistliche besonders für das Engagement in ihrer Arbeit. Unter dem Applaus der Anwesenden erklärte Vogt, es sei wichtig, dass sie die nötigen Voraussetzungen für späteres Gemeindeleben schaffen. „Wir müssen uns fragen, ob das tragfähig ist, was wir gebaut haben“, so Vogt. Konkret nannte der evangelische Geistliche Stürme wie Antisemitismus und Diskriminierung, die er kritisierte. Mit Kirche und Gemeinde wisse er aber, was trägt und Halt gebe. Mit dem gemeinsamen Lied „Nun danket alle Gott“ brachte die Gemeinde das zu Ausdruck. 

Zimmermeister Richard Greitemann aus Eslohe-Bremke und Presbyteriumsvorsitzende Kitty Gröne erklommen anschließend gemeinsam die derzeit höchste Stelle der Kirche, um den traditionellen Richtfestakt zu vollziehen. In seinem Spruch zum Richtfest hob der Zimmermeister hervor, dass das Haus Menschen in fröhlicher Geselligkeit binden wolle. In Versen gereimt sprach der Handwerker dem Auftraggeber und seiner Gemeinde aus dem Herzen. „Dies Haus wird Heim der Kirchengemeinde, ein Heim für alle – groß und klein. Es wird in dieser schönen Stadt, der Hort der Nächstenliebe sein.“ Und nach dem Schluck Korn wurden die Gläser natürlich zu Boden geschmissen. 

In einem anschließenden Fest mit Schnittchen und Getränken konnten die Gäste dann schon einmal Fühlung mit dem Haus aufnehmen. Schon jetzt im Rohbau besonders auffällig ist die Holzbalkendecke der neuen Kirche. „Das bringt eine ganz besondere Akustik in das Haus“, erklärte Architekt Lars Krug von Zamel Krug Architekten aus Hagen. Und beim gemeinsamen Singen zum Richtfest bekamen alle Besucher bereits einen schönen Eindruck davon.

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