Mobilitätspate informiert ehrenamtlich über ÖPNV

Experte für Bus und Bahn

Wer Fragen zum Öffentlichen Personennahverkehr hat, kann sich an Roland Quentmeier wenden. Foto: R. Rath

Er ist Ansprechpartner für diejenigen, die schon länger nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen sind oder auch für diejenigen, die eine kompliziertere Strecke mit Bus oder Bahn zurücklegen wollen: Roland Quentmeier aus Tiefenhagen ist Mobilitätspate und kennt sich mit den regionalen Fahrplänen bestens aus.

Mit dem Projekt „mobil4you“ der Regionale 2013, welches vor genau einem Jahr gestartet ist, möchten die Initiatoren die Mobilität verbessern und den öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum stärken. Ein Baustein dieses Projekts sind die Mobilitätspaten – ehrenamtliche Berater und Ansprechpartner für Menschen die öfters Bus oder Bahn nutzen möchten. Ziel war es, in den teilnehmenden Orten möglichst in jedem Dorf einen ehrenamtlichen Mobilitätspaten zu haben.

Roland Quentmeier aus Tiefenhagen ist seit Februar Mobiliätspate für den Raum Hachen. Der Weg, Pate zu werden, war für ihn denkbar kurz: „Seit Jahren bin ich im Vorstand des Verkehrsclubs Deutschland tätig, ich kenne viele Ansprechpartner.“ Und natürlich kennt er sich bereits mit der Materie aus. Nach einem ersten Treffen mit weiteren Freiwilligen in Winterberg startete seine Arbeit und es folgten direkt verschiedene Anfragen. Neben kleineren Fragen zum Fahrplan wollte zum Beispiel eine Mutter wissen, wie ihre Tochter ohne Führerschein ihre Lehrstelle im Hochsauerland am besten mit Bus und Bahn erreichen könne. „Hierfür habe ich mir dann zwei bis drei Tage Zeit genommen und Verbindungen herausgesucht“, beschreibt Roland Quentmeier.

Im Hochsauerlandkreis gibt es derzeit 18 Mobilitätspaten ganz unterschiedlichen Alters, sechs weitere stehen in den Startlöchern. Die meisten gibt es im Raum Winterberg und in Olsberg. „Das Projekt ist super angelaufen“, betont Gregor Speer, Projektleiter „mobil4you“ bei der RLG auf Anfrage des SauerlandKurier.

Hemmschwellen überwinden

„Wir haben festgestellt, dass viele sich nicht trauen jemanden anzusprechen und die Hemmschwelle groß ist. Auch wenn man beispielsweise an einer Hotline die gleichen Informationen bekommt, ist es für viele eine große Erleichterung, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, den man auch kennt.“ Besonders für ältere Bürger seien die Mobilitätspaten sehr wertvolle Helfer. „Sie können Mut machen, auch nach Jahren mal wieder in den Bus einzusteigen.“ Schließlich sei gerade auf den kleineren Dörfern, wo es keine Post oder keinen Arzt mehr gibt, der Mobilitätsbedarf sehr hoch, so Gregor Speer weiter.

Mehr über den Sunderner Mobilitätspaten und wie Interessierte Kontakt mit ihm aufnehmen können gibt es auf der Seite 3 ‹ (Von Rebecca Rath, r.rath@sauerlandkurier.de)

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