Buntes Gesicht für Sundern?

Farbkonzept zur Neugestaltung der Fassaden in der Innenstadt vorgestellt

Ideen für das Farbkonzept stellten Lars Ohlig, Ralph Brodel und Doris Weegen (Farbdesignerin) sowie Marco Bock (Marketing) von Brillux (v.l.) jetzt vor. Fotos: Andre Geißler

Sundern. Die Stadt Sundern bringt Farbe ins Spiel: Nach Auffassung der Verwaltung soll sich die Sunderner Fußgängerzone im Zuge der Innenstadtentwicklung und zur Steigerung der Attraktivität in Zukunft mit einem bunterem Gesicht präsentieren. Für die Entwicklung eines Farbkonzeptes zur Neugestaltung der Fassaden steht die Stadt seit dem Frühjahr mit einem Münsteraner Farbenhersteller in engem Kontakt. Das Unternehmen stellte dieses Konzept jetzt den interessierten politischen Akteuren und der Presse im Sunderner Rathaus vor.

Nichts muss, aber Vieles kann: Nachdem die farbige Umgestaltung der südlichen Fassadenseite am Levi-Klein-Platz im Jahr 2015 durch Initiative der privaten Gebäude-Eigentümer für ein großes öffentliches Interesse gesorgt und das Erscheinungsbild mehrheitlich bei den Bürgern eine positive Resonanz erzielt hat, möchte die Stadtverwaltung den weiteren Eigentümern der Geschäfts- und Wohngebäuden in der Fußgängerzone einen Anstoß geben, auch diese Fassaden mit einem freundlicheren und wärmeren – und somit einladender wirkenden – Farbanstrich zu versehen.

„Sundern soll bunter werden“, betonte Bürgermeister Ralph Brodel im Ratssaal am vergangenen Donnerstag, „mit dieser relativ einfach umsetzbaren Maßnahme haben wir die Chance, die Innenstadt herauszuheben und im Zuge der Innenstadtentwicklung für Bürger und Gäste attraktiver zu machen. Wir werden im nächsten Schritt auf die Eigentümer zugehen und mit ihnen intensiv über das Vorhaben sprechen. Selbstverständlich besteht keine Verpflichtung, auch ist das von der Firma Brillux entwickelte Konzept völlig unverbindlich und für unsere Kommune kostenlos. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn die belebende Wirkung des Levi-Klein-Platzes als Vorbild dient und sich möglichst viele beteiligen werden.“

Eine Investition – in Höhe von rund 20 Euro pro Quadratmeter bei einem einfachen Anstrich bis hin zu auch deutlich mehr – die sich aufgrund der erheblichen Aufwertung der Gebäude sowie des positiven Effektes für die Innenstadt als Wohn- und Einkaufsstandort aber lohne, war man sich in der Diskussionsrunde im Rathaus im Grundsatz einig. Das von dem Lack- und Farbenanbieter ausgearbeitete Konzept sieht eine farbige Auffrischung mit modernen, dezenten und dem jeweiligen Baustil sowie bestehenden Farben der Gebäude und Nebengebäuden angepassten Farbtönen vor.

„Aufwertung der Fußgängerzone“

Dafür hat das Unternehmen im Rahmen eines Ortstermins bereits Ende Juni 2017 den Gebäudebestand im Innenstadtbereich fotografisch dokumentiert und im Anschluss ein Farbkonzept für die Innenstadt ausgearbeitet sowie eine exemplarische 3D-Visualisierung des Levi-Klein-Platzes angefertigt. Ausgehend von der positiven Wirkung der dortigen Situation wurde nahezu die gesamte Fußgängerzone durch die Stadtentwickler der Stadt Sundern und das Farbstudio detailliert betrachtet und die bestehende Architektur sowie eine mögliche Veränderung aufgenommen.

Die bunten Fassaden am Levi-Klein-Platz in der Sunderner Innenstadt hätten bereits für großes öffentliches Interesse gesorgt – mit viel positiver Resonanz.

Auf dieser Basis und in dem vordefinierten Rahmen kann für jedes Gebäude ein eigener Farbentwurf unter Berücksichtigung eines ganzheitlichen innerstädtischen Farbkonzeptes erstellt werden, der dem Eigentümer dann zur Umsetzung vorgelegt wird: „Wir haben ein Gesamtkonzept entworfen, indem die verwendeten Farben miteinander bestens korrespondieren, sodass das Gesamtbild zur Aufwertung der Fußgängerzone beiträgt. Spannender, schöner und zugleich harmonisch und regional typisch. Anders als bei den satten Farben am Levi-Klein-Platz favorisieren wir dafür eher dezentere Töne. Das hebt den zentralen Platz weiterhin hervor. Wichtig ist, dass die Nachbarn der Gebäude miteinander reden und sich abstimmen. Mit diesem Konzept haben wir schon einmal eine gute Basis für Sunderns City geschaffen, über Nuancen lässt sich immer reden“, erklärte die Farbdesignerin des Münsteraner Herstellers, Doris Weegen, den Gästen im Ratssaal.

Dem konnte sich Sunderns Verwaltungschef nur anschließen: „Für mich ist es erst einmal wichtig, etwas in der Hand zu haben, damit sich etwas ändern und verbessern kann. Es ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung, ohne Verpflichtungen und ohne Satzung, über den wir uns intensiv Gedanken machen können.“

Zum Anfang nächsten Jahres werde es dann eine weitere Diskussionsveranstaltung geben, zu der neben den Hausbesitzern und Malerbetriebe auch die Öffentlichkeit eingeladen wird, heißt es.

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