Düsseldorf legt Förderprogramm auf von dem auch Sundern profitieren könnte

Sunderns Stadtverwaltung macht Hausaufgaben in den Ferien

Schüler, die sich wohlfühlen, damit Bildung erfolgreich sein kann – das soll „Schule 4.0“ ausmachen. Foto: Fotowerk

Zu Beginn der Sommerferien gibt die SPD in Sundern der Stadtverwaltung Hausaufgaben auf. Anlass ist das NRW-Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“.

Zu Beginn der Sommerferien gibt die SPD in Sundern der Stadtverwaltung Hausaufgaben auf. Anlass ist das milliardenschwere Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“ der Landesregierung, die in den kommenden vier Jahren insgesamt zwei Milliarden Euro für Schulen in NRW bereitstellen will, um diese zu sanieren und optimal auszustatten. „Wenn die konkreten Konditionen für dieses Programm vorliegen, müssen wir gewappnet sein. Wir müssen dann ein fertiges Konzept in der Schublade haben“, formuliert Birte Hirschberg, Sprecherin der SPD im zuständigen Fachausschuss, die geforderten Hausaufgaben.

„Das Milliarden-Investitionsprogramm von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist eine gute Nachricht für NRW. Auch unsere Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis können profitieren“, freut sich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen. „Mit diesem zwei-Milliarden-Paket sorgt die Landesregierung für eine gute Lernumgebung und Ausstattung in den Schulen. Davon profitieren letztlich alle Schülerinnen und Schüler“, so Stüttgen. Jetzt gehe es darum, dass sich die Städte und Gemeinden als Schulträger mit Projekten und Konzepten vorbereiten, wenn es nach den Sommerferien losgeht.

Dieser Aufforderung an die Verwaltung, sich in den oder direkt im Anschluss an die Sommerferien mit den Schulleitungen zusammen zu setzen, um eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse zu erstellen, unterstreicht die Sunderner SPD: „Wir wollen diesen Bedarf möglichst im nächsten Haushalt mit berücksichtigen können“, so ihr Wunsch, dass diese Analyse bis dahin vorliegt.

„Unser Ziel ist es, bestmögliche Bedingungen für alle zu schaffen. Das nennt die SPD „Schule 4.0“.

SPD arbeitet an „Schule 4.0“

„Eine Schule, die zukunftsfähig ist und die Sunderner Schüler optimal auf die Zukunft vorbereitet; eine Schule, die mit Unternehmen und Vereinen in Sundern und Umgebung vernetzt ist und so die Realität in den Schulalltag integriert. Eine Schule aber vor allem, an der sich die Schüler wohl fühlen und die Bedingungen bietet, damit Bildung erfolgreich sein kann“, fasst Michael Stechele die Ziele der SPD-Initiative „Schule 4.0 – Schule der Zukunft gestalten“ zusammen.

Auf Nachfrage erfuhr der Sauerlandkurier, dass die Verwaltung bereits dabei ist, ihre Hausaufgaben zu machen. „Das Thema ist bei uns auf dem Tisch, wir sammeln gerade viele Informationen rund um das Förderprogramm“, so Berthold Assheuer (Abteilung 4.1: Bildung und Betreuung). Da gleich drei Fachbereiche – Kämmerei, Gebäudewirtschaft und Bildung – involviert sind, soll es in den kommenden vier Wochen zu einem gemeinsamen Gespräch kommen, um zu erörtern, welche Maßnahmen in die Haushaltsgespräche 2017 eingebracht werden kann. Bis dahin klären die Abteilungen, was förderfähig ist, ob Eigenmittel beigesteuert werden müssen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, etc.

Hintergrund

Für die kommenden vier Jahre sind jeweils 500 Millionen Euro vorgesehen, die von der NRW.Bank zinsfrei zur Verfügung gestellt werden.

Die Tilgungszahlungen wird das Land übernehmen.

Die konkreten Konditionen für das Programm werden in der Sommerpause erarbeitet.

Mit dem Geld können die Kommunen ihre Schulen renovieren, beispielsweise neue Fenster oder Sanitäranlagen einbauen oder auch die Klassenzimmer mit WLAN ausstatten.

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