Antrag von Schulte-Huermann und Korn: Forstfläche statt Ferienhäuser in Amecke

„Fehler von 2008 heilen“ - Ende des Ferienparks?

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Die Fläche am Sorpeufer nach der Rodung.

Matthias Schulte-Huermann und Klaus Korn haben zur nächsten Ratssitzung einen Bürgerantrag an Ralph Brodel geschickt: Zum einen beantragen sie die Aufhebung des Bebauungsplans zur Ferienhausanlage Amecke, zum anderen die Änderung des Flächennutzungsplanes. Damit wollen sie einen „Fehler heilen“, der 2008 begangen wurde.

Der Bereich der Ferienhausanlage ist im Flächennutzungsplan als Sondergebiet Ferienhausgebiet abgebildet. Schulte-Huermann und Korn würden hier künftig gerne eine Fläche für die Forstwirtschaft sehen. In der Begründung ihres Antrags heißt es: Im Jahr 2008 wurde der Bebauungsplan A26 (Ferienhausanlage Amecke) und gleichzeitig die 114. Änderung des Flächennutzungsplans vom Rat der Stadt Sundern verabschiedet. Die fast 30 Hektar große Waldfläche wurde dadurch planungsrechtlich in eine Ferienhausanlage umgewandelt. „Seitdem ist in dem Bereich, bis auf die Abholzung des Waldes, nichts passiert“, so Schulte-Huermann und Korn. Mit der damaligen Ausweisung des Bebauungsplans am Ostufer der Sorpetalsperre sei eine intensive Bebauung in einem Bereich ermöglicht worden, der bisher der stillen Erholung diente. „Das alte Konzept der Sorpetalsperre, in der nur das Westufer verstärkt touristisch genutzt wurde ist durch die Aufstellung des Plans vollkommen durchbrochen worden“, kritsieren die beiden Antragssteller. Konkret meinen sie Wochenendhäuser, Campingplätze, Radweg, Badestellen, Bootszufahrten oder Tauchplätze in diesem Abschnitt. Eine Umsetzung des aktuellen Bebaungsplans würde aus Sicht der beiden ehemaligen Ratsmitglieder dazu führen, dass der Nutzungsdruck auf die Talsperre auch in den ruhigen Bereichen extrem zunehmen würde. Das führt die beiden zu dem Schluss: „Die Talsperre wäre nicht mehr das, was sie ist.“ Die intensive bauliche und touristische Nutzung würde eine naturnahe Nutzung konterkarieren. „Da nun offensichtlich auch aus ökonomischen Gründen der Bebauungsplan seit fast acht Jahren nicht umgesetzt wurde, ist es an der Zeit, den damaligen Fehler wieder zu heilen“, so Schulte-Huermann und Korn. Sie fordern daher: Eine Rückumwandlung in eine Waldfläche würde den Ostbereich der Sorpe wieder die Funktionen geben, die ihm zustehe: Wasserschutz, stille Erholungsnutzung und landschaftsgestalterische Funktion.

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