Truppmann 2-Lehrgang erfolgreich absolviert

Feuerwehr Sundern traurig über Bürgerbeschwerden

28 Kameraden der Feuerwehr Stadt Sundern beendeten erfolgreich die Grundausbildung mit Abschluss des Lehrgangs Truppmann Teil II. Foto: Pressestelle Feuerwehr Sundern

Sundern. Mit dem zweiten wichtigen Baustein in der Ausbildung zum freiwilligen Feuerwehrmann, dem Lehrgang „Truppmann Teil II“, beendeten kurz vor Ostern insgesamt ...

Sundern. Mit dem zweiten wichtigen Baustein in der Ausbildung zum freiwilligen Feuerwehrmann, dem Lehrgang „Truppmann Teil II“, beendeten kurz vor Ostern insgesamt 28 ausschließlich männliche Nachwuchskräfte erfolgreich ihre Grundausbildung in Sundern. Die „Auszubildenden“ mussten am letzten Ausbildungstag des Lehrgangs in einer schriftlichen und praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis stellen.

Im theoretischen Teil der Feuerwehrausbildung standen unter anderem wissenschaftliche und technische Grundlagen von Feuerwehrfahrzeugen- und Technik, Brand- und Löschlehre, Stressbewältigung, Rechte und Pflichten, Gefahren der Einsatzstelle sowie Erste Hilfe auf dem Lehrplan. In der Praxis vermittelten die Ausbilder die Handhabung von tragbaren Leitern, die Anwendung von Knoten und Stichen, Retten und Selbstretten und natürlich die Grundlagen der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung.

So verbrachten die insgesamt 17 Ausbilder aus dem gesamten Stadtgebiet mit den angehenden „Truppmännern“ an der Feuerwache in Sundern über 60 Ausbildungsstunden miteinander, um ihnen das geforderte Grundwissen zu vermitteln. „Ich freue mich unheimlich, dass wir auch in der heutigen Zeit so viele motivierte Menschen in der Stadt Sundern finden, die bereit sind ihre Freizeit zu opfern, um sich so für das Allgemeinwohl einzusetzen“ so Frank Siedhoff, Leiter der Feuerwehr Stadt Sundern. Schließlich gebe es in Sundern keine hauptamtliche Wehr, alle Aufgaben werden von den Kameraden in ihrer Freizeit absolviert.

„Und obwohl sie an einem sonnigen Samstagnachmittag ihre Freizeit sicherlich auch anders verbringen könnten, opfern die Kameradinnen und Kameraden viele Stunden für die Feuerwehr. Denn wenn eben notwendige und vorgeschriebene Prüfungen der Gerätschaften anstehen, dann muss ein Ehrenamtler dies auch in seiner Freizeit leisten. Das führt auch schon mal dazu, dass ein Feuerwehrangehöriger an einem Samstag, innerhalb der gesetzlich erlaubten Zeiten, an der Feuerwache vorgeschriebene Pumpenprüfungen durchführt. Umso trauriger stimmt es mich, wenn dann Bürgerbeschwerden wegen Ruhestörung auf meinem Schreibtisch im Rathaus landen. Das macht mich dann schon mal sprachlos“, so Sunderns Leiter der Feuerwehr Frank Siedhoff. „Wir erwarten keinen Dank, aber wenigstens Verständnis für das, was wir tun. Wenn die Hilfe der Feuerwehr gebraucht wird, ist jeder froh, wenn wir zeitnah am Einsatzort sind und professionell Hilfe leisten können. Aber um das leisten zu können, gehören eben auch die vielen Stunden für Aus- und Fortbildung sowie Wartungsarbeiten dazu, die in der Regel von Außenstehenden nicht gesehen werden. Mein Wunsch wäre, dass sich ein Bürger, der sich von der Feuerwehr gestört fühlt, daran erinnert, warum wir gerade das tun, was wir tun. Jeder der eine Frage dazu hat, was wir gerade machen, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen um es sich von den Kameraden erklären zu lassen. Wünschenswert wäre, wenn anstelle einer Beschwerde, die Mitbürger sich berufen fühlten selbst als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann mit anzupacken. Dann wäre die Zeit für alle Beteiligten sicherlich sinnvoller genutzt und die Arbeit schneller getan“, so Frank Siedhoff weiter.

27 Bürger aus dem Stadtgebiet beginnen Ende April mit dem zweiten Lehrgang „Truppmann Teil II“. Danach haben dann allein in diesem Jahr 55 Kameradinnen und Kameraden ihre Feuerwehrgrundausbildung bei der Feuerwehr der Stadt Sundern abgeschlossen.

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