„Wer hier wohnt, kommt am Draht nicht vorbei“

Fotoausstellung „Endlos“: Klaus Storch zeigt besonderen Blick auf Werkstoff Draht

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Die Facetten von Draht und das Spiel von Licht und Schatten zeigt Klaus Storch in seiner Ausstellung in Stockum.

Draht, glühend heiß bei der Verarbeitung, eiskalt das fertige Produkt. So kennen wohl viele diesen Werkstoff. Einen ganz anderen Blick darauf hat Klaus Storch aus Altena, wie seine Fotoausstellung „Endlos“ zeigt. 

Stockum – Diese zeigt er ab dem kommenden Wochenende im Berghaus in Stockum.

Schon mit zehn Jahren begeisterte Klaus Storch sich so sehr für Fotografie, später studierte er Maschinenbau.

Klaus Storchs Werdegang

Er belegte zusätzlich einen Kunstkurs, der seinen Blick auf seine künstlerischen Arbeiten schärfte. Im Laufe der Jahre erhielt Klaus Storch unter anderem die Leistungsmedaille sowie die Silberne Verdienstmedaille des Deutschen Verbandes für Fotografie und gewann unter anderem den Fotowettbewerb „Rock´n Roll“ der deutschen Tageszeitungen. Er beschäftigte sich zudem beruflich wie künstlerisch stark mit der Wirkung von Licht. Diesen Werdegang verbindet Klaus Storch in seiner neusten Ausstellung „Endlos“ in hervorragender Art und Weise.

„Wer hier wohnt, kommt am Draht nicht vorbei“, erzählt der Altenaer Fotograf. Seine Idee, die Drahtherstellung und im Anschluss daran auch die Verarbeitung zu fotografieren setzte er durch viele Kontakte zu Firmen, in zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen und intensiver Beschäftigung mit der Umgebung und Fertigung des Produktes, um. Mit der Zeit entstanden über 4000 Fotos die ganz ungewöhnliche Blicke auf den Werkstoff, seine Lagerung und Verarbeitung aufzeigen.

Verarbeitung des Werkstoffs Draht im Bild

Erst vor Kurzem stellte Klaus Storch auch Anfragen an die Hönnetaler Kettenfabrik in Hövel und Rimo in Hachen, um dort die Verarbeitung des Werkstoffs Draht im Bild festzuhalten. Beide Betriebe beschieden diese Anfrage positiv. Gerade die Sunderner können sich darum auf nie zuvor gezeigte Eindrücke aus der heimischen Drahtverarbeitung und deren Produkte freuen.

Jede der gezeigten Fotografien ist jedoch auch ein Kunstwerk für sich. Alle zeigen, wie viele Facetten ein einfacher Draht hat. Das Spiel von Licht und Schatten zeigt ganz neue Eindrücke aus der Verarbeitung und dem Werkstoff. Neue Blickwinkel, die ein Drahtende in eine Skulptur verwandeln, geben manchem Betrachter erst einmal ein Rätsel auf, bis das Erkennen kommt.

Vernissage am 27. Juni

Nun wird diese Fotoserie, aus der eines zum Siegerfoto des Wettbewerbs zum Thema Draht im Rahmen der Messe „wire“ in Düsseldorf gekürt wurde, im Berghaus Stockum vorgestellt. Mit der Vernissage am Sonntag, 27. Juni, um 15 Uhr, zu der die Freunde und Förderer der Akademie für Kunst und Kultur einladen, beginnt die Ausstellung und ist bis zum 8. August jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr in der Akademie für Kunst und zu sehen.

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