Einsätze massiv gestiegen

Feuerwehrjahr in Sundern von elf Waldbränden geprägt

Bürgermeister Ralph Brodel und Kollegen aus der Stadtverwaltung gratulierten bei der Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Sundern den beförderten und ernannten Mitgliedern der Wehr. Foto: Frank Albrecht

Sundern. Die Freiwillige Feuerwehr Sundern hat im Jahr 2018 die Zahl ihrer Einsätze im Stadtgebiet vervielfacht. Bei den geleisteten 436 Einsätzen wurden 11.473 Einsatzstunden geleistet, allein elf größere Waldbrände beschäftigten die Kameraden im vergangenen Jahr. Drei Jahre zuvor hatte die Zahl der Einsatzstunden noch bei „nur“ 2.730 gelegen. Das war ein Thema auf der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Sundern am Montagabend im Gerätehaus der Feuerwehr.

Im Beisein von Bürgermeister Ralph Brodel, der Beigeordneten Katharina Grothe sowie der städtischen Sachbearbeiter Stephan Urny und Bernd Jüngst hörten auch Gäste der im Rat vertretenen Parteien von der umfangreichen Arbeit der Feuerwehr. „Wir sind sehr über unsere leistungsfähige Feuerwehr erfreut“, sagte Brodel in seinem Grußwort. Es sei gut zu wissen, dass die Feuerwehr die Bürger von Sundern davor bewahre, Schlimmeres erleben zu müssen. Die Tendenz zeige, dass die Anforderungen an die Feuerwehr seit Jahren stetig nach oben gehen. Der Bürgermeister lobte aber auch die intensive Nachwuchsarbeit der Kameraden. So sei auch der Anteil von Frauen in der Wehr vor allem in Amecke, Langscheid und Meinkenbracht groß. Sein Dank gehe an den Wehrführer Frank Siedhoff. „Wir stehen hinter Ihnen“, bekräftigte Brodel.

Immer wieder „unsinnige Einsätze“

Viel Lob für den Einsatz der Kameraden gab es auch in der anschließenden Begrüßungsrunde. Mit der Genehmigung des Haushalts der Stadt Sundern stehe der Einstellung von zwei hauptamtlichen Gerätewarten für die Feuerwehr nichts mehr entgegen. Sie sollen künftig zur Entlastung der freiwilligen Kräfte beitragen und sich um die Wartung der Gerätschaften kümmern.

Ein etwas anderer Jahresrückblick wurde im Anschluss in Form eines Medienbeitrages gezeigt, der bereits im WDR-Fernsehen zu sehen war. In seinem Rückblick auf das Jahr 2018 erinnerte Wehrführer Frank Siedhoff vor allem an die elf kräftezehrenden Waldbrände. Darüber hinaus beklagte der Wehrführer, dass die Feuerwehr auch immer wieder zu „unsinnigen Einsätzen“ alarmiert werden. Die allgemein hohe Zahl der Einsatzstunden sei jedoch generell den gestiegenen Einsätzen der Wehr anzurechnen. „Türöffnungen durch unsere Kameraden sind bereits die Regel“, so Siedhoff. Auch die Unterstützung des Rettungsdienstes unter anderem durch Tragehilfe gehöre längst dazu.

Die Feuerwehr Sundern wachse auf allen Bereichen, hieß es beim Wehrführer. So betrug die Zahl der Aktiven in der Einsatzabteilung zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 446 Kräfte, 15 mehr als im Vorjahr. Bei der Jugendfeuerwehr hat es einen Zuwachs von neun Mitgliedern auf 128 Jugendliche gegeben. 141 Kameraden gehörten zum Stichtag noch der Ehrenabteilung der Feuerwehr Sundern an. Feuerwehr und Jugendfeuerwehr, die nach seiner Ernennung nun auch offiziell unter der Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwart Fabian Lübke steht, haben die 14 Stadtteileinheiten in nunmehr fünf Einsatzbereiche im Stadtgebiet neu organisiert.

Neue Wege zur Nachwuchsgewinnung geht die Feuerwehr mit dem Projekt der Kinderfeuerwehr. So habe ein achtköpfiges Team bereits über 200 Stunden investiert, um den Start nach den Sommerferien vorzubereiten. Die Kinderfeuerwehr will künftig interessierte Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren an die Wehr heranführen. In Anlehnung an das Schuljahr könne eine Testphase im September beginnen.

Beförderungen und Ernennung von Mitgliedern der Feuerwehr 

Im Beisein von Bürgermeister Ralph Brodel wurden auch die Beförderungen und Ernennungen vorgenommen. Zum Brandmeister wurden Michael Köppe (LG Altenhellefeld) und Bernd Nückel (LZ Sundern) befördert. In den Rang eines Oberbrandmeistes ist Tobias Schröder von der LG Meinkenbracht gekommen. Die Position als Hauptbrandmeister haben jetzt Klaus Klute (LG Allendorf), Martin Puppe (LG Hellefeld), Frank Schmidt (LG Endorf), Christopher Schmoll (LG Westenfeld) und Thomas Schnöde (LZ Sundern) inne. Zum Brandinspektor wurde Sebastian Nöcker von der LG Linnepe befördert. In den Rang eines Brandobersinspektors sind Andreas Becker (LG Hachen) und Sebastian Dinter (LZ Sundern) gekommen.

Zum Einheitsführer der Löschgruppe (LG) Westenfeld wurde Simon Japes-Schulte ernannt, seine Stellvertretung übernimmt Paul Japes. Stellvertretender Einheitsführer in Amecke ist jetzt Heinrich Höhmann. Zum Bereichsführer für den neuen Einsatzbereich Altenhellefeld, Hellefeld und Westenfeld wurde Andreas Kracht von der LG Westenfeld ernannt. Den Posten seines Stellvertreters hat jetzt Sebastian Nöcker von der LG Linnepe inne. Neuer Leiter Atemschutz ist Carsten Fischer vom LZ Sundern. Als Feuerwehrarzt betreut künftig Holger Michel die Kameraden. Die Aufgaben als Fachberater Rettungsdienst übernimmt künftig Karsten Rosinke.

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