Frischer pädagogischer Ansatz

Bildungshügel arbeitet mit Volksbund zusammen

Verständigten sich auf eine Kooperation: Bernd Scherer, Martin Barthel, Ralph Brodel, Renate Hackmann, Klaus Nachtwey und Verena Effgen.

Sundern – Eine Kooperation mit „Volksbund – deutsche Kriegsgräberfürsorge“ und dem Bildungshügel stieß Bürgermeister Ralph Brodel an. „Der Volksbund hat sich in den letzten Jahren gerade im Bildungsbereich neu aufgestellt und hat klasse Angebote, gerade für Jugendliche. Das hat mich beeindruckt und daher wollte ich diese Angebote auch für Sunderns Schülerinnen und Schüler erlebbar machen“, so Brodel.

Bei einem Treffen im Rathaus mit Vertretern des Volksbunds und den Schulleitern des Bildungshügels sowie Martin Hustadt (Leiter der Schulverwaltung) stellte die Landesreferentin für Jugend- und Bildungsarbeit, Verena Effgen, den modernen Ansatz der Jugend- und Bildungsarbeit vor. Dabei wurde deutlich, dass der Volksbund der einzige Kriegsgräberdienst der Welt ist, der mit einer speziellen Jugend- und Schularbeit junge Menschen an die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft heranführt. So werden sie für die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft sensibilisiert. Auf diesem Weg erreicht der Volksbund inzwischen jährlich rund 20.000 junge Menschen und erhielt für sein Engagement in der Friedensarbeit 2014 den Preis des Westfälischen Friedens.

Zentrale Projekte sind die im In- und Ausland jährlich im Sommer stattfindenden internationalen Workcamps: Ausgehend von der Arbeit auf den Kriegsgräberstätten leisten Teilnehmer aus ganz Europa einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung und somit für den Frieden. Der Volksbund unterstützt dieses Anliegen und bietet bei Weiterbildungen eine breite Austausch- und Fortbildungsplattform für die ehrenamtlich engagierten jungen Erwachsenen an.

„Mit den angebotenen Leistungen und dem unkomplizierten und pädagogisch frischen Ansatz macht der Volksbund schnell klar, dass der vielleicht etwas altmodisch daherkommende Name nichts mit den tollen Angeboten zu tun hat“, so der Bürgermeister. So gibt es Mehrtagesfahrten für die Schüler in europäische Nachbarländer, mehrwöchige Sommercamps von England bis zur Ukraine und begleitende Veranstaltungen für den Unterricht. Dabei stehen Verständnis, Lernen und Spaß nebeneinander. „Denn die Teilnehmer verbringen ihre Zeit nicht nur auf den Grabfeldern, sondern machen gemeinsame Ausflüge in die Umgebung und treffen viele Jugendliche aus dem In- und Ausland. So wird die Wichtigkeit der europäischen Idee nicht nur durch die düstere Geschichte deutlich, sondern auch durch die vielen Begegnungen der Jugendlichen aus ganz Europa“, erläutert Brodel.

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