Gelbe Früchte der FDP

Hans-Werner Ehrenberg, Sundern, Alexander Graf Lambsdorf (MdEU) und Jörg van Essen (MdB) (v.li.).

Der sauerländische FDP-Bundestagskandidat Hans-Werner Ehrenberg aus Sundern ist am Freitagabend auf dem Bezirksparteitag in Bad Sassendorf mit großer Mehrheit zur Nummer zwei auf der Bezirksliste Westfalen-Süd gewählt.

Neben dem Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion Jörg van Essen aus Hamm, der wieder auf Platz eins der Bezirksliste kandidiert, strebt Ehrenberg einen aussichtsreichen Listenplatz beim FDP-Landesparteitag am 9. November in Düsseldorf an. "Im Jahre 1990 haben mit Dieter-Julius Cronenberg und Jörg van Essen schon einmal zwei Kandidaten aus unserem Bezirk den Sprung ins Parlament geschafft. Ich hoffe, dass uns das dieses Mal wieder gelingt", so Ehrenberg.

Stärkung des Mittelstands

In seiner Vorstellungsrede ging der 56-jährige Sauerländer vor allem auf die Stärkung des Mittelstandes ein. Er betonte: "Es wird endlich Zeit, dass der ländliche Raum sich wieder verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken kann und seine Bedeutung für die ganze Republik deutlich gemacht werden kann; dass vor Ort Unternehmer, Ärzte, Handwerker wieder Arbeitsplätze schaffen und nicht weiter verlagern oder konzentrieren müssen." Auf dem Land könne man gut leben — wenn man einen Arbeitsplatz in erreichbarer Nähe hat.

Ehrenberg kritisierte auch die Steuerpolitik der Großen Koalition. Die Menschen müssten mehr Netto vom Brutto haben. Dazu müsse eine Steuerreform beitragen, die die Mittelschicht entlaste. Die FDP wolle aber auch Familien mit Kindern steuerlich stärker durch eine Steuerreform entlasten.

Mit den Worten "Im Sauerland wachsen an den Bäumen offenbar Früchte aller Couleur. Ich hoffe, dass demnächst die Farbe Gelb dazukommt ", schloss er seine Vorstellung vor den zahlreichen Delegierten.

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