Farbenprächtiges Statement

Schüler nehmen Mitspracherecht in Anspruch und sprayen fürs Sunderner Rathaus

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Noch steht das Kunstwerk in den Räumen der ehemaligen Stadtgalerie, in Kürze soll das farbenprächtige Ergebnis von „Words Up!“ die Wand des Ratssaals im Sunderner Rathaus zieren. Zehn Sunderner Jugendliche sprayten ihre Sicht auf die Kommunalpolitik auf die zehn mal zwei Meter große Fläche.

Sundern. Mit Kunst Gehör finden: Diese Möglichkeit nutzten jetzt zehn Sunderner Schüler beim fünftägigen Projekt „Words Up!“. Bei diesem von der Stadt und dem Jugendbüro Sundern, in Kooperation mit zwei Bildenden Künstlern des „Verbunt e.V. Düsseldorf“ initiierten „Urban-Art“-Projektes verliehen die jungen Menschen im Alter von zwölf bis 15 Jahren mit unterschiedlichen Maltechniken ihre Gedanken und Wünsche für ein aus ihrer Sicht besseres Sundern künstlerisch Ausdruck.

Dabei ist in den Räumen der ehemaligen Stadtgalerie ein überdimensionales und farbenprächtiges, zehn mal zwei Meter großes Kunstwerk entstanden, das in Kürze imposant den Ratssaal im Sunderner Rathaus zieren und stets als „gespraytes Statement der Jugend“ im Blickfeld der Politiker sein wird.

Was ist bereits toll in Sundern, was müsste besser werden?: „Wir sind echt happy mit dieser bunt gemischten Teilnehmergruppe, die sich mit sehr viel Dynamik an die Themen herangetraut und mit Liebe zum Detail nicht nur ein tolles Bild geschaffen, sondern vor allem auch auf außergewöhnliche Art die Sicht der jüngeren Generation auf die Kommunalpolitik und das Zusammenleben in ihrer Stadt auf Leinwand verewigt haben“, freut sich der 35-jährige Düsseldorfer Künstler Manuel Boden, der im Rahmen von „Words Up!“ gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Dünow das für die Teilnehmer kostenlose Projekt leitete.

Auch die 14-jährige Schülerin Marie nahm das Projekt mit Begeisterung zum Anlass, das Mitspracherecht der Jugendlichen in Anspruch zu nehmen: „Somit können wir der Stadt Sundern Anstöße geben, etwas zum Positiven zu verändern. Mit unterschiedlichsten Farben und Maltechniken einen Teil des Kunstwerkes zu kreieren, hat sehr viel Freude bereitet.“

Sprayen, Kleben, Schablonieren, Malen: Bevor sich die Teilnehmer ans Werk begaben, konnten sie, unter der Anleitung der beiden Düsseldorfer Künstler, zunächst auch verschiedene Techniken testen und ihre kreativen Eigenwerke mit nach Hause nehmen.

Junge Generation möchte Gehör finden

Bei den Themen kristallisierte sich die Mobilität zum Favoriten heraus: Einige wünschen sich eine Verbesserung des Angebots im öffentlichen Nahverkehr sowie günstigere Schülertickets. Auch die Themen wie „Refugees welcome“ und „Schnelles Internet“ bilden die Schwerpunkte bei den Gedanken, Ideen, Wünschen und Erwartungen der Sunderner Jugend.

„Wie wichtig Projekte wie dieses sind, zeigt auch die immer größer werdende Bewegung ‘Fridays for Future“, betont Boden, der ein Design- und Kunststudium absolviert hat, die hohe Bedeutung, dass die junge Generation verstärkt Gehör finden möchte.

Jetzt sind die Teilnehmer gespannt auf die Reaktion von Bürgermeister Ralph Brodel, der zusammen mit den Politikern des Rates dieses außergewöhnliche Highlight ermöglicht hatte: „Natürlich sind wir jetzt auch ein wenig stolz, dass unser Bild bald im Rathaus hängen wird. ,Words Up!’ hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ein cooles Erlebnis mit tollen Tipps von bekannten Künstlern“, meint der 13-jährige Nachwuchskünstler Leon zum Abschluss des Workshops am Mittwoch.

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