"Gewinn für Mensch und Natur"

Zweiter Abschnitt der Röhr bei Hachen renaturiert

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Die renaturierte Röhr im Baufeld 6 in der Ortslage von Hachen. 

Hachen. Nach der im Sommer 2015 fertig gestellten Gewässerrenaturierung der Röhr und Sorpe im Bereich „Lange Erlen“ am Südrand von Hachen ist nun auch der zweite Bauabschnitt im Bereich „Ortslage Hachen“ als weiterer Baustein der gewässerökologischen Verbesserung des größten Fließgewässers der Stadt Sundern, der Röhr, abgeschlossen worden.

In diesem Abschnitt, zwischen der Brücke der B229 und der Brücke „ehem. Steinbruch Bilstein“ wurde die Röhr im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie auf einer Länge von rund 1,2 Flusskilometern, in insgesamt sieben Baufeldern, optimiert.

Nach der erfolgreichen Realisierung zur Wiederherstellung eines natürlichen Gewässerabschnitts im Bereich „Lange Erlen“ sind nun auch die vorerst letzten Abschnitte des Wasserbauprojekts in der Ortslage von Hachen abgeschlossen. Die Kosten des zweiten Bauabschnittes für Grunderwerb, Planung und Gewässerausbau werden rund 280.000 Euro betragen. Neben der Verbesserung der ökologischen Leistungsfähigkeit und des Hochwasser- und Überflutungsschutzes ist vor allem auch eine bessere Gewässermorphologie eines der Ziele des mit EU-Geldern geförderten Projekts.

„Von diesen Renaturierungsmaßnahmen profitieren Natur und Mensch gleichermaßen“, betonte Dieter Leser, Umweltbeauftragter der Stadt Sundern, jetzt bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Ralph Brodel und weiteren Vertretern der Stadt: „Für den Menschen ist es nicht nur landschaftlich reizvoller, es schützt ihn auch besser vor Überflutungen. Auch der gesamtökologische Nutzen ist enorm. Der mit einer Renaturierung neu geschaffene, natürliche Lebensraum mit Trittsteinbiotopen und Flachuferbereichen ist wichtig für eine große Artenvielfalt, im und am Wasser.“

Während bei der Gewässerentwicklung für den ersten Bauabschnitt an der Sorpe und Röhr in den „Langen Erlen“ nur wenigen Zwangspunkten Rechnung getragen werden musste, sei die Umsetzung im innerörtlichen Bereich des zweiten Abschnitts in Hachen aufgrund zahlreicher Restriktionen schon schwieriger gewesen, erklärte Leser: „Es war für uns sehr schwer, an die Grundstücke heranzukommen. Dennoch konnten wir in diesem Gewässerabschnitt eine Erweiterung des Flusslaufs um 10 bis 15 Meter erzielen und somit die strukturelle Beschaffenheit sowie die hydraulischen Verhältnisse verbessern.“ Jetzt, nach der Vollendung des Renaturierungsprojekts in Hachen blicke man auf kommende Herausforderungen, wie etwa in Sunderns Innenstadt oder in Allendorf: „Das ist aber eine Frage der finanziellen Machbarkeit und der Gewichtung im Haushalt“, so Leser.

Info: Die Stadt Sundern ist als Trägerin der Gewässerunterhaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht, das Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie zum Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustands von Oberflächengewässern im Stadtgebiet bis zum Jahre 2017 umzusetzen.

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