Wenn das Publikum tanzt

Max Giesinger begeistert bei "Kultur Rockt" in Dörnholthausen

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Gemeinsam mit seinem Freund und Bandkollegen Steffen Graef genoss Chartstürmer Max Giesinger sein Konzert bei „Kultur Rockt“ in Dörnholthausen.

Dörnholthausen. „Einer von 80 Millionen“ wurde am Donnerstagabend zu „einem von rund 200“: Max Giesinger lockt mit seinen Konzerten für gewöhnlich tausende Besucher an und landet in den Charts einen Erfolg nach dem anderen. In Dörnholthausen sang er im Pferdestall. Gerade mal 200 Karten gab es für das Konzert, mit dem das diesjährige „Kultur Rockt“-Festival in dem kleinen Sunderner Ortsteil begann.

Kinder und Erwachsene, fast jedes Alter war vertreten und alle, die eine Karte ergattern konnten, erlebten einen sympathischen Musiker. Eineinhalb Stunden stand Max Giesinger mit seinem Freund und Bandkollegen Steffen Graef auf der Bühne. Zu hören waren seine Hits „Wenn sie tanzt“ oder sein aktuellster Song „Roulette“. Auch nicht so bekannte Stücke waren dabei, „Nicht so schnell“ gehörte dazu, sein erster Song, den er auf Platte aufgenommen hat, wie er selbst erzählte.  

Überhaupt nahm Giesinger immer wieder durch persönliche Geschichten Kontakt mit seinem Publikum auf. Von seiner abgebrochenen Bankkaufmannslehre oder seinen Gedanken an ein Lehramtsstudium erzählte er: „Vielleicht wäre ich auch damit glücklich geworden, aber ich glaube an das Schicksal, das mich hierher geführt hat.“ Damit war einen guter Übergang zu seinem bisher größten Hit „80 Millionen“ gefunden. 

"Das Sauerland ist unfassbar geil"

Als „unfassbar geil“, betitelte er das Sauerland, in dem er am Nachmittag einen kleinen Ausflug im DLRG-Boot auf dem Sorpesee unternommen hatte. Vor acht Jahren sei er zum letzten Mal hier gewesen, als Animateur bei einer Party im Sauerlandstern in Willingen. 140 Konzerte spielten seine Band und er in diesem Jahr, verriet Giesinger. Das hier im Pferdestall sei das Kleinste – vielleicht aber auch das Geilste. „Denn ich mag das, wenn man jedem so in die Augen sehen kann“, sagte Giesinger mit direktem Blickkontakt auf das strahlende junge Publikum in den ersten Reihen. 

Gesanglich konnte der Musiker, der nur in Begleitung der eigenen Gitarre und der seines Kollegen Steffen Graef auftrat, auf jeden Fall überzeugen. Nach einem kurzen Ausflug in seine Zeit als Straßenmusiker, die er mit dem Klavier und kurzen Interpretationen von Robbie Williams’ „Angels“ und Michael Jacksons „Earth Song“ näher brachte, folgten noch einige wenige Songs. „Tolles Konzert, aber zu kurz“, urteilte das Publikum. Dafür mischte sich Max Giesinger nach seinem Auftritt aber noch lange Zeit unters Volk – Fotos und Autogramme inklusive.

Ein bunt gemischtes Publikum lauschte eineinhalb Stunden lang den Songs von Max Giesinger.

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