Grenzen in Ordnung

Vor Wochen hatten die Kinder die Saatkartoffeln einzeln in die Erde gelegt. Was nun der Roder wieder ausbuddelte — das musste man schon selber sehen, sonst würde man es kaum glauben. Foto: Klemens Teipel

Zu einem kleinen Volksfest gestaltete sich der Schnadetag der Hellefelder/ Herblinghauser Grenzwachen und der Kinder ringsum als kleine Kartoffelanbauer mit ihren Familienmitgliedern: Es lief alles nach Wunsch.

Ein herrlicher Spätsommertag. Nach alter Tradition musste man wohl die Grenzen abgehen, was aber doch eher zu einem Spaziergang wurde. Wer sollte auch heute noch einen Stein versetzen — das Katasteramt hätte den "Täter" ja doch schnell am Schlafittchen. Auf Fusthof gab es eine kurze Pause mit wohltuender Stärkung. Durchs Dienscheid zog die Kolonne ins Dorf zurück und schnurstracks zum Kartoffelacker am Sauberg. Dort warteten schon die Kinder auf ihren großen Tag der Kartoffelernte.

Metten Hansi ließ Alfred Aufderbecks HANOMAG, Baujahr 1955, 19 PS, tuckern und schon drehte sich der Roder zur Kartoffelernte. Die Kinder überboten sich in Emsigkeit, die goldgelben Knollen aufzusammeln. Richtige Prachtexemplare waren darunter, die manchen Landwirt staunen ließen.

Ein echtes Kartoffeljahr — ob man da nicht wieder professionell werden sollte? Die Rentnerband hütete ein Kartoffelfeuer. Ein großes Zelt war aufgebaut für eine gemütliche Kaffee- und Kuchentafel, und über allem lag der Duft frischer Erde. Da kam Erntedankstimmung auf.

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