Polizei warnt eindringlich vor Brandgefahr am Sorpeufer

Grillen und Feuer verboten

Leckereien vom Grill sind verführerisch. „Aber bitte nicht an der Sorpe“, will die Polizei sensibilisieren.

Mit fortdauerndem Sommerwetter steigt die Zahl derer, die am Sorpesee durch wildes Campen , Grillen und Lagerfeuer Gefahren für sich und andere heraufbeschwören.

Die Polizei macht nochmal deutlich: Das Betreiben von Feuer- oder Grillstellen im Uferbereich des Sorpesees ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet. Insbesondere nach langen Trockenperioden besteht erhöhte Waldbrandgefahr.

Sundern.

Ein Einsatz am Samstagabend ist neuerlicher Beweis dafür. Mehrere Anrufer meldeten unterschiedliche Feuerstellen auf der Waldseite des Sorpesees. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt fast einen Monat andauernden Trockenheit und der Nähe der Feuer zum unmittelbar angrenzenden Waldgebiet, bestand die Gefahr von Waldbränden durch diese unerlaubten Feuerstellen.

Aus zurückliegenden, gleich gelagerten Einsätzen war den eingesetzten Polizeibeamten der Wache bekannt, dass eine Annäherung an die Feuerstellen auf der Waldseite mittels Streifenwagen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sind. Deshalb nahm die Polizei Sundern Kontakt mit der DLRG (Standort Strandbad Langscheid) auf. Hier befanden sich noch mehrere Rettungsschwimmer und ein Bootsführer am Standort. Die DLRG erklärte sich sofort bereit, ihr Boot zur Verfügung zu stellen und gemeinsam mit der Polizei erreichte man vom See aus die relevanten Uferstellen.

Bei der Anfahrt an die erste und größte Feuerstelle konnten noch drei weitere Lagerfeuer auf der Waldseite gesehen werden. Nach einem eindringlichen Gespräch mit einer Jugendgruppe aus dem märkischen Kreis, in dessen Rahmen das Feuer gelöscht und ein Bußgeld erhoben wurde, beabsichtigten Polizei und DLRG die Anfahrt zu weiteren Feuerstellen. Offenbar war der Einsatz am ersten Lagerfeuer jedoch nicht unbemerkt geblieben. In der Zwischenzeit waren sämtliche, bis dahin noch betriebenen Lagerfeuer eilig gelöscht worden. Bei der anschließenden Patroullienfahrt bis zum Amecker Damm konnte kein weiteres Feuer mehr festgestellt werden. Offenbar hatte der gemeinsame Einsatz zur Einsicht geführt.

Insbesondere der Müll und die Lagerfeuer beziehungsweise die Grillstellen bereiten den Behörden bei der anhaltenden Trockenheit ernsthafte Sorgen. Schon eine kleine Glasscherbe reicht momentan aus, einen Waldbrand auszulösen. Ein offenes Feuer oder glühende Grillkohle mit entsprechendem Funkenflug potentieren die Gefahr noch.

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