König im Eilverfahren

Guido Sieber trifft nach einer Viertelstunde ins Schwarze 

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Sein 50. Lebensjahr krönte Guido Sieber mit der Königswürde. An seiner Seite regiert Ehefrau Simone Cordes-Sieber die Schützen in Hachen.

Hachen. Guido Sieber ist neuer Schützenkönig in Hachen. Dem 50-jährigen, Zweiten Vorsitzenden in der Schützenbruderschaft „St. Michael“, gelang bereits mit dem 65. Schuss der Treffer ins Schwarze. Als Königin an seiner Seite erkor der neue Regent seine 41-jährige Ehefrau Simone Cordes-Sieber.

Somit hatte Hachen am Montagmorgen einen König im Eilverfahren: Gerade einmal etwas mehr als eine Viertelstunde war vergangen, als das Schützenvolk an der Vogelstange in der außergewöhnlichen Kulisse der Burgruine ihren neuen Regenten hochleben lassen konnte.

Mit großem Eifer hatte sich Sieber ans Werk gemacht, um – nach den Ehren- und dem ein oder anderen weniger ernst gemeinten Schüssen – im Alleingang den Aar zu erledigen und sich seinen großen Traum zu verwirklichen: „Das ist das i-Tüpfelchen in einem besonderen Lebensjahr, in dem ich meinen 50. Geburtstag feiern konnte. Ich wollte es immer schon mal machen, aber jetzt ist der beste Zeitpunkt. Das Wetter passt. Das Fest ist harmonisch. Also alles gut.“

Dem konnte sich die neue Regentin nur anschließen: „Wir hatten einfach Bock darauf“, zeigte sich auch seine Frau, die Filialleiterin in einem bekannten Schuhkonzern ist, hocherfreut und fest bereit für eine einjährige Regentschaft bei den Hachener Schützen. Der König selbst ist beruflich als Technischer Angestellter bei der Firma Fiuka in Finnentrop tätig und in seiner Freizeit als Vorstandsmitglied der St.-Michael-Bruderschaft am liebsten Schützenbruder „durch und durch“.

An den zwei Schützenfesttagen zuvor hatte sich das scheidende Königspaar Nils Zimmermann und Luci Otte-Wiese noch einmal kräftig feiern lassen. „Und das unter besten Bedingungen. Harmonisch, gesellig und bei bester Stimmung“, zog der neue Regent eine positive Zwischenbilanz und betonte, „dass dazu im besonderen Maße auch die Jugendkompanie beigetragen hat. Vielmehr noch. Das hat mir zusätzlich die Motivation gegeben, König dieser tollen Bruderschaft zu werden.“

Einer von diesen Schützen-Sprösslingen aus Leidenschaft beförderte sich am Montagmorgen dann selbst in den Mittelpunkt des Geschehens: Manuel Rappold, Schlagzeuger im Musikverein Hachen und Azubi zum Garten-Landschaftsbauer, sicherte sich mit dem Erfolg beim Schießen um die Jungschützenkönigswürde seinen ersten großen Aha-Effekt in der Bruderschaft. Allerdings erst nach rund 40 Minuten und 156 Schüssen gelang dem 18-Jährigen der goldene Treffer - die Entscheidung fiel nicht so zügig wie bei Guido Sieber. 

Als Festkapelle brachten beim Hachener dreitägigen „Fest der Feste“ der Musikverein Stockum sowie der Spielmannszug „In Treue Fest Hüsten“ musikalischen Schwung in die Feierlichkeiten, während in den Umzügen der Tambourkorps Stemel und der Musikverein Hachen, als Lokalmatator, aufspielten und zur guten Stimmung beitrugen.

Vogelschießen in Hachen

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