Kreative Tüftler am Werk

Im „Hackerspace Sundern“ dreht sich alles um Computer und Technik

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Ricardo Pedace, Lukas Mertens, Michael Fettin und Sebastian Michel (v. l.) tüfteln im Hackerspace Sundern gemeinsam an technischen Projekten.

Sundern. Beim Begriff „Hacker“ denken die meisten Menschen wahrscheinlich an einen Kriminellen, der Computersysteme knackt, um darin Schaden anzurichten. Dass Hacker ihr Fachwissen allerdings auch ganz legal und sinnvoll einsetzen können, beweisen die Mitglieder des „Hackerspace Sundern“. Mindestens einmal wöchentlich treffen sich in den Räumen über dem Stadtmarketing am Rathausplatz Gleichgesinnte, um „Wissen auszutauschen und Projekte umzusetzen“.

„Der Begriff ‘Hacker’ ist sehr negativ behaftet und wird oft falsch verstanden“, berichtet Sebastian Michel, zweiter Vorsitzender und Initiator des gleichnamigen Vereins. Zwar gebe es Menschen, die gezielt Sicherheitslücken in Systemen suchen, aber das sei zum einen nur ein Tätigkeitsfeld und zum anderen auch legal möglich, um diese Lücken zu schließen und die Systeme so sicherer zu machen. „Für uns ist ein Hacker eine Person, die kreativ Probleme lösen kann. Gib einem Hacker einen Toaster und er baut dir einen Fön daraus“, erklärt Lukas Mertens, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Hackerspace. 

Salzstreuer, Schiffchen oder Frösche – all das haben die Mitglieder des Hackerspace Sundern mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt.

Toaster und Föns sind in den Räumen des Vereins zwar nicht zu finden, dafür aber eine Reihe von technischen Geräten, an denen die Mitglieder selbst getüftelt haben. So brummt beispielsweise ein selbstgebauter 3D-Drucker und stellt ein kleines Kunststoff-Schiffchen her. „Ein Hackerspace besteht im Prinzip aus Räumlichkeiten, in denen Leute sich treffen können, um ihrem Hobby nachzugehen“, erläutert Mertens. Jeden Donnerstag um 17.30 Uhr findet ein festes Treffen statt, ansonsten treffen sich die Mitglieder und weitere Interessierte nach Absprache. 

Mitglieder und Sponsoren gesucht 

Darüber hinaus bietet der Verein regelmäßig Vorträge und Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene an. „Wir wollen das Ganze so offen wie möglich halten. Man muss kein großes Vorwissen haben, um bei uns mitzumachen. Das Interesse an Computern und Technik reicht aus“, berichtet Mertens. Auch eine Mitgliedschaft sei nicht zwingend erforderlich. Dennoch hoffen die Sunderner Hacker, dass sich noch mehr als die derzeitigen zwölf Mitglieder finden. 

Denn deren monatliche Beiträge sind natürlich eine Säule, um die Kosten des Vereins zu decken. Zwar stellt die Stadt Sundern die Räume im dritten Stock des Stadtmarketing-Gebäudes kostenlos zur Verfügung, doch die Anschaffung von Materialien und Werkzeug sowie die Umsetzung der verschiedenen Projekte kosten natürlich Geld. Für größere Anschaffungen und Vorhaben sind die Tüftler des Hackerspace auf Spenden und Sponsoren angewiesen, die nach Angaben der Verantwortlichen immer willkommen sind. 

Interessierte können ganz unverbindlich an den wöchentlichen Treffen im Hackerspace teilnehmen. Nähere Infos gibt es auch unter www.hackerspace-sundern.de, auf der Facebook-Seite „Hackerspace Sundern e.V.“ sowie unter lab@hackerspace-sundern.de.

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