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"Hausaufgaben machen"

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Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (4. v. r.), Eckhard Uhlenberg (Landtagspräsident NRW, 3. v. l.) und IHK-Präsident Ralf Kersting (3. v. r.) mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer.  Foto: Stephanie Schwermer
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (4. v. r.), Eckhard Uhlenberg (Landtagspräsident NRW, 3. v. l.) und IHK-Präsident Ralf Kersting (3. v. r.) mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer. Foto: Stephanie Schwermer

Zum Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, Hellweg-Sauerland lud Präsident Ralf Kersting Freitagabend in das imposante neue Hörsaalgebäude der Fachhochschule ein. Kersting wertete dieses als "ein sichtbares Zeichen für die engen Beziehungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in unserer Region".

Zum 160-jährigen Jubiläum der IHK Arnsberg gratulierte Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg und stellte diese Institution als kommunalpolitisch sehr wichtig heraus. "Als Interessenvertreter und bedeutender Gesprächspartner für die Politik ist die IHK ausschlaggebend für diese Region", so Uhlenberg. Nicht nur überrascht von der Rede des IHK-Präsidenten Kersting, sondern auch von dem gesamten Ambiente beim Jahresempfang war Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Der gleichzeitig Vorsitzende der CDU von NRW titulierte die Region als eine "wirtschaftliche Premiumregion im Herzen von Nordrhein-Westfalen und von Deutschland", welches auch mit Zahlen belegbar sei. "Der Mittelstand in gesamter Bandbreite ist hier vertreten. Aber: Es wissen zu wenige", so Röttgen weiter. Dass "wir zum Feiern hier sind", wie Kersting zuvor erwähnte, unterstützte Röttgen maßgeblich. Der Bundesumweltminister begrüßte es aber auch, dass Kersting auf Probleme hingewiesen habe und "Tacheles" geredet habe. So wies Ralf Kersting beispielsweise auf den geplanten und durchgesetzten Lückenschluss der A 46 zwischen Arnsberg und Hemer hin. In der Vollversammlung der IHK am gleichen Tag kam das Thema Factory-Outlet-Center Werl auf, welches die Gemüter erregt. Kersting sagte in einem Pressegespräch, dass seitens der IHK noch keine Position bezogen werden könne, da noch viele Daten schlichtweg fehlen.

In seiner Festansprache sorgte er sich um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und des Landes. "Wir wollen wettbewerbsfähig sein bei immer knapper werdenden Ressourcen. Wir müssen heraus aus dem 'Schuldenleben', erklärte Röttgen. Erwähnt seien hier die Rentenversicherung, hohe Zinslasten und Ökoschulden seit Jahrzehnten. Eine Vernetzung zwischen Wirtschaft und Politik soll erreicht werden. "Was bedeutet eine politische Entscheidung für jemanden, der heute fünf Jahre alt ist?", warf Röttgen in den Raum. Was unsere Idee der Zukunftsgestaltung ist, sei nicht nur eine wirtschaftliche, sondern vor allem auch eine moralische Frage. Weiterhin räumte er ein, dass "die Hausaufgaben gemacht werden müssen". Wir als Europäer müssen uns behaupten. Aus fiskalpolitischer Sicht müsse die Stabilität des Euro in unserem eigenen Interesse höchste Priorität haben. Zudem ging Röttgen auf die Energiewende ein und bemerkte nachdrücklich, dass sie nicht nur eine Antwort auf Fukushima sein dürfe.

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