Am 24. Dezember um 14.30, 16 und 17.30 Uhr

Heiligabend im Stadion: Besondere ökumenische Weihnachtsgottesdienste in Sundern

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Die Vorfreude auf die Weihnachtsgottesdienste im Sunderner Röhrtalstadion wächst bei Pfarrer Martin Vogt, Monika Hake, Pfarrer Stefan Siebert, Barbara Fisch und Eric Wachholz (v.li.)

Auf ein besonderes Highlight der Ökumene freuen sich die katholische und die evangelische Kirche in Sundern: Gemeinsam laden sie an Heiligabend zu Weihnachtsgottesdiensten in das Röhrtalstadion des TuS Sundern in der Kernstadt ein.

Sundern - „Wir können zwar auch aktuell Gottesdienste als Präsenzgottesdienste in unseren Kirchen feiern, aber für Heiligabend haben wir uns etwas Besonderes überlegt, weil die Kapazitäten der Kirchen unter Corona-Bedingungen nicht ausreichen“, schildert der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, Martin Vogt. „Wichtig ist, dass möglichst alle Christen an Heiligabend mit der Weihnachtsbotschaft in Berührung kommen“, ergänzt Pfarrer Stefan Siebert von der katholischen Kirche.

Ökumenisch haben die beiden Kirchen in Sundern schon einiges auf die Beine gestellt, wie etwa den Pfingstmontag am Sorpesee oder die ökumenische Marktpause in Sundern. Schnell war die Idee gefasst, auch Weihnachten gemeinsam zu feiern. Unter anderem die erfolgreichen Weihnachtssingen in großen Stadien mit jeder Menge weihnachtlicher Atmosphäre brachten die Initiatoren schließlich auf den Gedanken, dass das Röhrtalstadion in Sundern durch die große Fläche unter freiem Himmel der ideale Ort dafür wäre. Beim TuS Sundern stieß man sofort auf offene Türen, wie Vorstandsmitglied Eric Wachholz betont.

Singen für das „richtige Weihnachtsgefühl“

Auf den ersten Blick mag es ungewöhnlich erscheinen, im Stadion einen Gottesdienst zu feiern. Pfarrer Siebert jedoch erklärt: „Auch vor 2000 Jahren wurde alles Traditionelle über den Haufen geworfen und Gottes Sohn ist in einem Stall zur Welt gekommen. Das kann uns nur veranlassen, dass auch wir neue und alternative Wege einschlagen.“

So werden in Sundern am 24. Dezember um 14.30, 16 und 17.30 Uhr drei Kurz-Gottesdienste (etwa 20 bis 30 Minuten) angeboten, wobei die beiden ersten Gottesdienste besonders für Kinder geeignet sind, weil hier auf kindgerechte Art das Geschehen der Weihnacht erzählt wird. Da alles unter freiem Himmel stattfindet, darf auch gesungen werden. „’O du fröhliche’ und ‘Stille Nacht’ gehören schon zu einem richtigen Weihnachtsgefühl dazu“, sind sich die Gemeindereferentinnen Monika Hake und Barbara Fisch einig.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Sundern und auf Grundlage des Hygienekonzeptes des TuS Sundern für das Stadion wurde auch für die Gottesdienste ein Konzept erarbeitet. So können pro Gottesdienst bis zu 500 Personen teilnehmen (ohne Anmeldung). Der Einlass sowie das Verlassen des Geländes werden geregelt, zudem steht ein Ordnungsdienst aus ehrenamtlichen Kirchenmitgliedern für Fragen bereit.

Übertragung auch im Live-Stream

Während des Gottesdienstes stehen die Gottesdienstteilnehmer in „Familiengruppen“ zusammen, sodass gewährleistet ist, dass nur Personen eines Haushaltes zusammen stehen. Wenngleich die Initiatoren auf gutes Wetter setzen, wird angepasste Kleidung empfohlen, da das Gelände nicht überdacht ist. Bewusst seien die Gottesdienste daher aber auch mit maximal 30 Minuten relativ kurz gehalten. Damit die Zelebranten gut zu sehen sind, wird eine Bühne aufgebaut. Darüber hinaus gibt es eine LED-Wand, auf der die Messe übertragen wird, ebenso wie einen Live-Stream, sodass die Weihnachtsbotschaft auch die Menschen erreicht, die nicht persönlich im Stadion sind.

„Diese Gottesdienste haben das Potential, dass man sich noch in Jahren daran erinnern wird“, unterstreicht Pfarrer Vogt, dass die Vorfreude bei ihm und dem Vorbereitungsteam auf Heilig Abend im Röhrtalstadion schon jetzt wächst.

Weitere Gottesdienste während der Weihnachtsfeiertage

Natürlich sind die drei Gottesdienste unter freiem Himmel aber nicht die einzigen Messen während der Weihnachtsfeiertage. Der Pastorale Raum Sundern hat als Übersicht extra einen Flyer entworfen, der am Donnerstag vor dem 1. Advent, 26. November, auch auf dem Wochenmarkt verteilt wird. Da diese Gottesdienste dann in den katholischen Kirchen im Stadtgebiet stattfinden werden, sind hierfür Anmeldungen erforderlich, die ab dem 1. Dezember entgegengenommen werden, informiert Pfarrer Stefan Siebert. „Darüber hinaus sind die Pfarrgemeinderäte in den Dörfern aber auch sehr kreativ und planen alternative Gottesdienste“, ergänzt Barbara Fisch.

In der evangelischen Lukaskirche wird es an Heiligabend keinen zusätzlichen Gottesdienst geben, dafür aber den Festgottesdienst am 1. Weihnachtstag um 10.30 Uhr sowie einen ökumenischen Gottesdienst am 2. Weihnachtstag. Letzterer wird in Erinnerung an den ökumenischen Gottesdienst in Stockum im vergangenen Jahr, als sich die Lukaskirche noch im Bau befand, erneut gemeinsam von katholischen und evangelischen Christen gefeiert, kündigt Pfarrer Martin Vogt an. Hierfür sind ebenfalls Anmeldungen erforderlich.

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