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Heimat-Preis 2021 der Stadt Sundern: Jury lobt drei Preisträger aus 

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Von: Andre Geißler

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Heimat-Preis 2021 der Stadt Sundern: Jury lobt drei Preisträger aus
Erster Preisträger des Heimat-Preises 2021 der Stadt Sundern ist das Projekt Alte Obstbäume für unsere Zukunft der Weninghauser Dorfgemeinschaft. © André Geißler

Das Projekt „Alte Obstbäume für unsere Zukunft“ der Weninghauser Dorfgemeinschaft ist Erster Preisträger des Heimat-Preises 2021 der Stadt Sundern. Unter einer großen Vielfalt an Bewerbungen konnten sich ebenfalls der Musikverein Amecke sowie der Caritasverband Arnsberg-Sundern mit ihren Projekten ganz vorne platzieren.

Sundern – „Ich bin sehr angetan von der Qualität und Bandbreite der beworbenen, heimatbezogenen Aktionen aus unserem Stadtgebiet. Diese tolle Vielfalt an Engagement verkörpert das, wofür Sundern steht und offenbart die große Heimatverbundenheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, äußerte sich Bürgermeister Klaus-Rainer Willeke erfreut, nachdem sich die Vertreter der drei Preisträger zum Abschluss der Preisverleihung noch einmal zu einem gemeinsamen Foto auf der Bühne zusammengefunden hatten.

Zuvor hatte Irmgard Harmann-Schütz als Laudatorin zunächst die Initiatoren des Caritas-Verbandes Arnsberg-Sundern als drittplatzierten Preisträger gewürdigt, die die Jury mit ihrem Fotoprojekt „Heimat hat viele Gesichter“ überzeugen konnten: „20 Porträtfotos ist gleich 20 Lebensgeschichten aus vielen verschiedenen Regionen dieser Welt. Das Projekt vermittelt einen tiefen Eindruck davon, was es heißt, in der Fremde eine Heimat gefunden zu haben.“

Große Ausstellung im Foyer des Sunderner Rathauses

Hayan Hamshou, selbst 2015 als Flüchtling nach Sundern gekommen, hatte 20 Personen, die ein ähnliches Schicksal haben, fotografiert. Die dabei entstandenen Porträtbilder, die dem Betrachter vermitteln, dass diese Menschen einen festen Platz in unserer Gesellschaft gefunden haben, wurden in den Schaufenstern in Arnsberg, Neheim und Sundern ausgestellt. Für Januar 2022 ist nun eine große Ausstellung im Foyer des Sunderner Rathauses anvisiert.

Mit einem beeindruckenden und zudem tief ergreifenden Konzert in der St. Hubertus-Kirche – als musikalisches Gedenken an das Ende des ersten Weltkrieges in 1918 – hatte der Musikverein Amecke bereits im Jahr 2018 die Herzen berührt. Unter dem Motto „Musik erzählt Geschichte“ waren hierbei Musik und Gesang mit dramatischen Bildern und Filmen von der Leid und Tod bringenden Kriegsfont untermalt und darüber hinaus der enge Bezug zum Dorf Amecke, aus dem allein 23 Männer nicht mehr zu ihren Familien zurück gekehrt waren, gezogen worden. „Dem Musikverein ist es auf außergewöhnliche Weise gelungen, auch die tragische Geschichte der Heimat begreifbar zu machen. Mit einer klaren Botschaft, dass der Mensch weltweit alle Möglichkeiten besitzt, das gegenseitige Töten abzuschaffen“, begründete Harmann-Schütz die Auslobung des zweiten Preises.

„Das Erbe der Heimat für die Zukunft zu erhalten“

Als Gewinner des diesjährigen Sunderner Heimat-Preises durfte die Laudatorin einige Bürger aus dem kleinen Ortsteil Weninghausen begrüßen: „Eine ganze Dorfgemeinschaft hat mit der Pflanzung von 100 sehr seltenen, alten Obstbaumarten einen großartigen Beitrag dazu geleistet, das Erbe der Heimat für die Zukunft zu erhalten. Da sich die Weninghauser dazu verpflichtet haben, mindestens die kommenden zehn Jahre lang auch die umfangreiche Pflege zu übernehmen, ist dies gleichzeitig auch eine tolle Aktion in Form einer nachhaltigen Zusammenarbeit.“

So gab es in dieser kleinen, feierlichen Stunde – unter strengen 2G-Regeln – in der Aula der Realschule viele strahlende Gesichter, auch, weil die ausgelobten Preisgelder in Höhe von 2000, 1750 und 1250 Euro der Realisierung von neuen Ideen wertvolle Unterstützung geben werden. Ob zu den drei Themen „Heimat hat Vergangenheit“, „Heimat hat Gegenwart“ oder „Heimat gestaltet Zukunft“: Bürgermeister Willeke jedenfalls freute sich „mit großer Spannung auf viele neue Aktionen zur vierten Auflage des Sunderner Heimat-Preises im nächsten Jahr“.

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