"Hier bewegt sich etwas"

Hilfen für Menschen mit Behinderung in Sundern vorgestellt

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Hallenbadbesucherin Michelle Gartmann (l.) demonstrierte Mitgliedern des IWB Sundern, Bürgermeister Ralph Brodel, Martin Levermann (Geschäftsführer Sorpesee GmbH) und Diana Solbach (Projektleiterin „Sundern mittendrin“), wie der Lifter funktioniert.

Sundern. Eine Hubbodentreppe und ein Schwimmbadlifter im Hallenbad, eine mobile Rollstuhlrampe beim Tagwerk und eine Kegelschiene im Sunderland-Hotel – all diese Dinge ermöglichen bereits seit einiger Zeit den Menschen mit Behinderung in Sundern eine deutlich bessere Teilhabe am öffentlichen Leben.

„Es ist uns wichtig, dass die Menschen erfahren, welche Hilfen es hier für sie schon gibt“, erklärte Diana Solbach, Projektleiterin von „Sundern mittendrin“, dem Inklusionsprojekt, das sich um eben genau diese Teilhabe bemüht. Diana Solbach stellte zusammen mit Mitgliedern der Elterninitiative Integrativer Wohnverband für Menschen mit Behinderung (IWB) Sundern, Bürgermeister Ralph Brodel und dem Geschäftsführer der Sorpesee GmbH, Martin Levermann, die neuen Errungenschaften vor. 

Die Hubbodentreppe im Schwimmbad macht den Einstieg ins Wasser deutlich einfacher als die bisher nur vorhandenen Leitern am Beckenrand. Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen können sicher mit dem Lifter ins Wasser gelassen werden. Lobend erwähnte Diana Solbach die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ebenso wie mit der Sorpesee GmbH. 

Letztere schaffte schon vor einiger Zeit den Schwimmbadlifter an. Die Hubbodentreppe hat die IWB zusammen mit der Kirche finanziert. Außerdem gibt es in den Umkleiden noch eine Liege zur Hilfe beim Umziehen und einen Duschrollstuhl. Beides hat die Bürgerstiftung Sundern schon im vergangenen Jahr gespendet und damit den Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen den Badespaß vereinfacht. 

Beim Besuch eines Gasthauses hilft die mobile Rampe im Tagwerk. Sie wurde von der Kolpingfamilie Westenfeld gestiftet und im Sunderlandhotel macht eine Kegelschiene die Sportart auch für Menschen mit Behinderung möglich. „In Sundern ist schon viel passiert, hier bewegt sich etwas“, freute sich Diana Solbach. 

Jetzt stehe man noch in Verhandlungen mit dem Bürgerbus. Denn die Haltestelle am Friedhof sei für Menschen mit Behinderung zu weit entfernt, um von dort zum Hallenbad zu gelangen. Ein Bedarfsgutachten soll aber vorerst zeigen, ob eine Fahrplanänderung überhaupt infrage kommt.

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