Ferien-Idee: Bergbaumuseum bietet vielfältige Einblicke

Von historischer Bedeutung

Viele Fundstücke zeugen von der Bedeutung des Bergbaus in Hagen. Bei Führungen werden diese näher erläutert.

„Ferienzeit ist auch Museumszeit!“ – Mit diesem Slogan wirbt zur Zeit das kleine Bergbaumuseum in Hagen, das mit dem Gründer Matthias Klimpel und seiner Interessengemeinschaft auf die Bedeutung des Bergbaus im Sunderner Ortsteil Hagen hinweist. Dem Besucher wird dabei klar, dass der einstige Kupferbergbau am Justenberg für Kurkölner Bereiche von besonderer Bedeutung war.

Hagen.

Der Blick in die Vergangenheit des Bergbaus in Hagen reicht zurück bis ins Jahr 1664. Von hier ab lassen sich aktive Baumaßnahmen nachweisen, die belegen, dass seither mehrere Stollen zum Abbau von Kupfer-, Eisen- und Manganerzen sowie Blei und Schleifkies in den Berg getrieben wurden. In den verschiedenen Gruben, in denen nach Erz gesucht wurde, waren fast ausnahmslos Bergleute aus Hagen tätig. Umgerechnet auf die Anzahl der damaligen Häuser im Dorf war vermutlich jeder dritte Mann im Bergbau tätig. Hierzu kamen noch etliche Fahrer, die das Erz zur Julianenhütte in Amecke transportierten. Somit hatte sich der Bergbau in den vergangenen Jahrhunderten zu einem führenden Wirtschaftsfaktor im Sauerland entwickelt.

In zahlreichen Vitrinen, Regalen und Schauschränken wird die Bergbauzeit durch Funde und Werkzeuge von damals wachgehalten. Dazu gehören auch Äxte, Hämmer, Pickel, Bohrer und Meißel, mit denen die „Hauer“ vor Ort die Erze in schweißtreibender Handarbeit abgebaut haben.

Fast alle verdienten im und vom Bergbau

Die Hagener Schmiede übernahmen das Schärfen und die Zimmerleute sorgten für das nötige Grubenholz. Von den Stellmachern wurden die Fuhrwerke repariert. Auch zahlreiche Schuster hatten sich in Hagen niedergelassen. Somit war der Bergbau in Hagen über 300 Jahre lang als Grundlage des Einkommens eine wichtige Verdienstquelle.

Nach Vereinbarung unter % 02393/17235 können diese Relikte des vergangenen Bergbaus im Museum an der Hagenerstraße 61 besichtigt werden. Als Museumsführer stehen aber auch Manfred und Josef Breitkopf jeden ersten Sonntag von Mai bis Oktober von 15 bis 18 Uhr den interessierten Besuchern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

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