200 Millionen Euro Soforthilfe

Hochwasser: Stadtverwaltung Sundern informiert über verschiedene Sachverhalte 

Überschwemmungen in Sundern
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Über verschiedene Sachverhalte in Zusammenhang mit dem Unwetter informiert die Stadtverwaltung Sundern.

Die Stadtverwaltung Sundern informiert über verschiedene Sachverhalte in Zusammenhang mit dem Unwetter. Das Landeskabinett hat eine (erste) Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 betroffene Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro beschlossen.

Sundern – Für die gewerbliche Wirtschaft und freie Berufe ist zunächst eine Pauschale von 5.000 Euro vorgesehen, die mittels eines Formblattes bei der Kommune beantragt werden kann.

Betroffene Bürger können maximal 3.500 Euro pro Haushalt erhalten. Weitere Informationen (Richtlinie, Ausfüllhilfen, FAQ, Antragsformulare) stellt die Stadt Sundern auf ihrer Homepage beziehungsweise das Land unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.land.nrw/de/soforthilfe.

Anträge bis zum 31. August abgeben

Anträge können bis Dienstag, 31. August, bei der Stadtverwaltung Sundern abgegeben werden. Die ausgefüllten und unterschriebenen Anträge sind an die E-Mail-Adresse hochwasser-hilfe@stadt-sun-dern.der zu schicken. Auch der Einwurf der Anträge in den Briefkasten des Rathauses neben dem Hauptein-gang ist möglich, ebenso der postalische Versand an die Anschrift Stadtverwaltung Sundern, Martina Knöpken, Rathausplatz 1, 59846 Sundern.

Die Prüfung der Antragsunterlagen und ein Bescheid sowie die Auszahlung der Soforthilfe auf ein anzugeben-des Bankkonto erfolgen zeitnah. Ein Anspruch auf Gewährung der Unterstützung besteht jedoch nicht. Nach der Auszahlung wird kein gesonderter Verwendungsnachweis gefordert. Fragen zum Ausfüllen der Anträge auf Soforthilfe des Landes NRW beantworten Martina Knöpken, Tel. 0 29 33/ 8 11 40 und Julia Wagener, Tel. 0 29 33/8 11 80. Die Verwaltung geht davon aus, das zeitnah weitere Hilfspakete des Landes und Bundes aufgelegt werden.

Kurzfristige private Schutzmaßnahmen

Nach den Ereignissen sind viele darauf bedacht, ihre Grundstücke und Gebäude kurzfristig gegen mögliche weitere Unwetterschäden zu schützen. Dies ist nachvollziehbar, gleichzeitig möchte die Stadtverwaltung allerdings davor warnen, insbesondere in den Gewässerrandbereichen „vorschnell“ mit privaten Maßnahmen aktiv zu werden. Das Aufstellen von Spundwänden, Anschütten von Dämmen im Uferbereich von Gewässern kann zwar das eigene Objekt schützen, für nachfolgende Gebäude und Infrastrukturen aber verheerende Auswirkungen haben. Das Leiten oder Aufstauen von abfließenden Wasser zulasten Dritter löst zudem Haftungsansprüche der Betroffenen aus.

Bauliche Maßnahmen auf privaten Grundstücken (insbesondere in Hochwassergebieten) müssen daher im Vorfeld mit der Unteren Wasserschutzbehörde des HSK abgestimmt werden. Ansonsten droht die Aufforderung zum Rückbau auf eigene Kosten. Wenn solche Schutzmaßnahmen beabsichtigt werden, sollte zunächst der zuständige Ansprechpartner der Stadtverwaltung kontaktiert werden. Michael Mayr, zuständig für Planung und Bau von Verkehrsflächen und Grünanlagen, ist erreichbar unter Tel. 0 29 33/8 12 02 oder per E-Mail unter m.mayr@stadt-sundern.de. Sollten bei dem Unwetter auch an privaten Flächen angrenzende Ufermauern und -böschungen abgespült oder beschädigt worden sein, sollten sich Betroffene ebenfalls mit Michael Mayr in Verbindung setzen.

Ab Montag, 16. August, steht zudem der Gewässerschutzbeauftragte der Stadt, Daniel Fellmer, unter Tel. 0 29 33/8 12 06 oder der E-Mail-Adresse d.fellmer@stadt-sundern.de zur Verfügung.

Hochwasserbereiche im Internet einsehen

Welche Flächen in einem Hochwassergebiet liegen können Interessierte über die Seite Elwas-Web einsehen, die frei im Internet aufzurufen ist: https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.jsf;jsessio-nid=FF5E63D143AD14C4FA074665A731D8A0. Dafür sind folgende Felder anzuklicken: Karte, Oberflächengewässer, OW Hochwasser, HWRM-RL Gefahrenkarten 2. Zyklus 2019, hohe Wahrscheinlichkeit (zehn bis 20-jährig)/mittlere Wahrscheinlichkeit (100-jährig)/niedrige Wahrscheinlichkeit (HQ-extrem), anschließend zu dem Grundstück zoomen oder die jeweilige Adresse in die Suchzeile eingeben.

Technische Dienste im Dauereinsatz

Wenig Verständnis zeigen die Mitarbeiter des Rathauses und der Technischen Dienste über Beschwerden in den sozialen Medien über mangelnden Grünschnitt. „Aufgrund der Beseitigung umfangreicher Schäden an der öffentlichen Infrastruktur als Folge des Hochwassers sind die Kollegen momentan mehr als ausgelastet“, so Michael Kaiser von den Technischen Diensten. „Und auch ohne Hochwasser haben wir schon eine erhebliche Arbeitsbelastung beim Bauhof. Wir müssen Aufgaben daher priorisieren und das bedeutet Unfallverhütung und Gefahrenminimierung vor Heckenschnitt“, ergänzt Fachbereichsleiter Lars Ohlig. Die Erfassungs- und Aufräumarbeiten nach dem Hochwasserereignis werden noch einige Zeit andauern. Für diesen Zeitraum wird der Grünschnitt auf verkehrsicherungsrelevante Maßnahmen begrenzt bleiben. Die Verwaltung bittet daher alle Bürger um Verständnis.

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