600 Ideen für neuen Hof

600 farbige DIN A4-Blätter aufgereiht auf 150 Meter Wäscheleine geben Aufschluss über gute und schlechte Stellen auf dem Pausenhof der Johannesschule.

Mittels grüner Zettel beschreiben die Schüler der Johannesschule Sundern ihre Lieblingsplätze - und zeigen schlechten Plätzen die rote Karte. Das Ergebnis: 600 farbige DIN A4-Blätter aufgereiht auf 150 Meter Wäscheleine.

Mit dem Ziel, den Pausenhof der Johannesschule für Kinder attraktiver zu gestalten, sind Lehrer und Eltern angetreten. Nach dem Auftakt-Workshop für Lehrer und Eltern Anfang Mai (wir berichteten) sind nun die Kinder an der Reihe: Jeder Schüler sollte dafür auf einem grünen DIN A4-Blatt seinen aktuellen Lieblingsplatz auf dem Pausenhof benennen bzw. malen. Außerdem sollten auch beschrieben werden, was diesen Platz so toll macht.

Das Gleiche geschah - auf roten Blättern - für "schlechte" Plätze, die derzeit ganz und gar nicht zum Spielen und Verweilen einladen. Das Ergebnis ist in der Aula der Johannesschule zu bestaunen: Detaillierte Beschreibungen und Bewertungen verschiedenster Ecken und Nischen auf dem gesamten Schulgelände wurden von den 6- bis 12-Jährigen zu Papier gebracht.

Ziel dieser Erhebung ist es, möglichst viele Eindrücke von den Kindern zu sammeln und die tatsächlichen "Hotspots" zu identifizieren: Wo ist der Handlungsbedarf am dringendsten? Welche Plätze werden von den Kindern gemieden? Welche Plätze sollten möglichst beibehalten werden?

Ergänzend zu dieser Blättersammlung steht im Eingangsbereich der Schule ein Schaukasten mit einem 100x120 Zentimeter großen Luftbild des Schulgeländes. Darauf sind verschiedene bunte Fähnchen und Klebepunkte zu erkennen. Auch diese stammen von den Schülern. Jede der 13 Klassen hat im Vorfeld die aus ihrer Sicht "guten" Plätze auf dem Schulgelände mit einem Fähnchen und die "schlechten" mit einem roten Punkt versehen. Auf einen Blick wird so deutlich, wo sich die "kritischen" Bereiche häufen. Die Fähnchen und Klebepunkte auf dem Luftbild sollen dabei zunächst einen ersten groben Eindruck vermitteln. Konkreten Aufschluss über den Veränderungsbedarf aus Sicht der Kinder vermitteln dann die roten und grünen Blätter.

Beide Methoden bereiten die Kinder auf zwei Projekttage Ende Mai vor. Dabei werden die Kinder detailliert Ideen herausarbeiten, die anschließend auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft werden. Nach Abschluss dieser Projektphase soll die konkrete Umsetzung mit großem Lehrer- und Eltern-Engagement beginnen. Angesichts klammer öffentlicher Kassen bleibt jedoch eine weitere Voraussetzung unabdingbar: engagierte Sponsoren aus dem lokalen Umfeld.

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