Ein ausbaufähiger Ansatz

"Ehrenamtscafe hatte einen Mehrwert" 

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Intensive Gespräche führten am Ehrenamtscafé beim Sunderner Stadtfest vor allem die geladenen Experten. Foto: Andre Geissler

Sundern. Gelungen und ausbaufähig – so lautet das Fazit vom Bündnis für Vielfalt und Toleranz in Sundern zum Ehrenamtscafé auf dem Stadtfest Röhrfestival am vergangenen Sonntag.

„Die Resonanz war nicht so, dass wir von am Thema Interessierten überlaufen wurden. Es waren sehr wenige Menschen von außen da“, sagt Irmgard Harmann-Schütz vom Bündnis. Enttäuscht ist sie dennoch nicht. „Wir haben auch keine Menschenmasse erwartet.“

Sehr angetan ist sie allerdings von den guten Gesprächen zwischen den Experten, die man zu fünf Themenschwerpunkten – Inklusion, Diversity, Zuwanderung und Migration, Demokratie stärken und Migrationsorganisationen – eingeladen hatte. „Trotz kurzfristiger Einladungen haben alle sofort zugesagt“, freut sich Harmann-Schütz, Für sie ein Zeichen, dass Menschen ihr Ehrenamt gerne mit der Öffentlichkeit teilen möchten. Sie begrüßte mit ihrem Team Vertreter von Sundern mittendrin, Caritasverband, Stadtsportbund, dem Runden Tisch Kultur, Freundeskreis La Vie, Bürgernetzwerk Flüchtlingshilfe, Tillmann Profile, „Gemeinsam klappt’s“, Aktive aus den Dorfgemeinschaften aus Endorf und Hagen-Wildewiese und Bürgermeister Ralph Brodel.

Gespräche über Weiterführung des Themas 

Ziel der Ehrenamtscafé-Initiative war es, das Ehrenamt in seiner Funktion für die Stadtgesellschaft zu thematisieren, dem Ehrenamt Raum zum Austausch, zum Kennenlernen sowie zum Vernetzen zu geben und einen Ort zu bieten, an dem das Ehrenamt seine Herausforderungen und Wünsche zur Gestaltung einer guten Vereinsarbeit benennen und diskutieren kann. In diesem Rahmen seien neue Kontakte entstanden, Gespräche fortgeführt und der Austausch intensiviert worden. „Das hat schon einen Mehrwert gehabt“, bilanziert Harmann-Schütz. „Das war ein guter Ansatz und hat gezeigt, dass dies ein Feld ist, wo man noch mehr machen könnte in Sundern. Wenn so ein Interesse da ist, muss man überlegen, wie man das abholen und in Sundern stärker unterstützen kann“, zeigt Harmann-Schütz Handlungsbedarf auf. 

Konkrete Pläne zur Weiterführung des Ansatzes gibt es noch nicht. Aber das Bündnis für Vielfalt und Toleranz stünde ohnehin im regelmäßigen Austausch mit der Caritas, die die Ehrenamtsbegleitung im Portfolio habe. In der Nachlese zum Ehrenamtscafé wolle man in der nächsten Woche gemeinsam überlegen, wie man das Thema weiterverfolgen könne.

Darüberhinaus plant das Bündnis bis zum Ablauf seiner Förderung im November zwei weitere Aktionen: zum einen zum Thema Antisemitismus und Rassismus und zum anderen eine Info- oder Fortbildungsveranstaltung zu „Diskriminierung“.

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