Austausch mit dem LWL

Inklusion und Denkmalschutz stehen in Sundern im Fokus

Bürgermeister Ralph Brodel sprach mit LWL-Direktor Matthias Löb auch über teilweise verwahrloste Baudenkmäler in Altenhellefeld und Linnepe.

Sundern. Die Stadt Sundern steht in intensivem Austausch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). „Gerade im Bereich der Inklusion hat sich Sundern in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, und da wollen wir weitermachen“, so Bürgermeister Ralph Brodel. In einem mehrstündigen Gespräch mit LWL-Direktor Matthias Löb ging es jetzt neben dem Hauptthema Inklusion auch um den Denkmalschutz und teilweise problematische Fälle.

So standen „zwei unbewohnte und teilweise verwahrloste Baudenkmäler aus Altenhellefeld und Linnepe auf der Tagesordnung“. Hier versuche die Stadt Sundern schon seit Jahren eine Lösung zu finden, die aber bislang an den bestehenden Rahmenbedingungen scheitere, da sich die denkmalgeschützten Häuser in Privathand befinden. Nichtsdestotrotz ist es für den LWL-Direktor erstaunlich, wie sich die Stadt hier einsetzt: „Die Bemühungen und das Einsetzen für das bauliche Erbe der Heimat kann man nur begrüßen.“ Es blieben aber weiter die Herausforderungen, denn tatsächlich habe die Stadt kaum Handlungsoptionen, außer den permanenten Hinweisen an die Besitzer oder aber eine mögliche Zwangsenteignung. „Es bleibt also ein Thema, welches ein beständiges Ärgernis für Anwohner und Bürgermeister ist“, heißt es in der Pressemitteilung.

Viel erfreulicher sei die Entwicklung im Bereich der Inklusion. Hier hat Sundern in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und begleitet mittlerweile eine dritte Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. „Für eine Stadt der Größe Sunderns eine richtig gute Entwicklung“, so Matthias Löb. Ein Lob, welches Bürgermeister Brodel aber direkt weitergibt: „Wir begleiten nur und fördern, wo wir können. Viel entscheidender sind aber die Sozialverbände und unsere starke Elterninitiative.“ Um die Inklusion weiter voranzutreiben, wurden in dem Gespräch in Münster weitere Schritte vereinbart. Der erst vor kurzem beim LWL eingerichtete Stabsbereich „Inklusion und Kommunales“ wird Sundern demnächst besuchen. „Hierzu werde ich auch die Elterninitiative und die Sozialpartner einladen, damit wir weitere Schritte gehen können“, so Brodel. „Es ist aber gut“, so der Bürgermeister, „dass wir gerade bei Neuerungen, wie diesem neuen Beratungsangebot des LWL, die Nase vorn haben.“

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