50.000 Euro werden benötigt

"Schlaflos für Anna": Benefizparty für schwerkranke 17-Jährige

Anna Born ist durch ihre Krankheit „ME/cfs“ körperlich stark eingeschränkt und lebt zurückgezogen.
+
Anna Born ist durch ihre Krankheit „ME/cfs“ körperlich stark eingeschränkt und lebt zurückgezogen (für Vollbild oben rechts klicken).

Sundern. Anna Born ist 17 Jahre alt und hat vor fünf Jahren die Diagnose „ME/cfs“ – Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronic Fatigue Syndrome – bekommen. Seitdem sie an dieser schweren neuroimmunologischen Erkrankung leidet, hat sich das komplette Leben der jungen Sundernerin und ihrer Familie geändert. „Nun möchten wir etwas ändern, nicht mehr reden, sondern anpacken und helfen“, sagen die Organisatoren einer Benefizveranstaltung „Schlaflos für Anna“ am Samstag, 22. Dezember, ab 20 Uhr in der Insomnia Lounge in Sundern.

Dort treten Daniel Ceylan, „The face of 666“, Marc Monier und „Who needs setlist“ auf. „Um Anna zu helfen, wird eine Geldsumme von knapp 50.000 Euro benötigt“, erklärt Pier-Luigi Allevato (Insomnia), der unter anderem von Serhat Sarikaya unterstützt wird. Der Eintritt kostet 10 Euro, der gesamte Erlös kommt der jungen Patientin zugute.

Denn Anna lebt mit dem Risiko, für immer bettlägerig zu sein. Eine Lösung für ihre Krankheit gibt es nicht. „Nur eine Linderung ist möglich, eine Heilung nicht“, heißt es in der Pressemitteilung zur Benefizveranstaltung. Schon jetzt ist die junge Sundernerin auf einen Elektrorollstuhl und ein Sauerstoffgerät angewiesen. Damit Anna behindertengerecht wohnen kann, würde ein Anbau an ihr Elternhaus helfen. Gebe es eine Möglichkeit, den Elektrorollstuhl zu transportieren, würde dies ebenso vieles erleichtern, heißt es weiter.

Wie die Deutsche Gesellschaft für ME/cfs diese Krankheit beschreibt, leiden ME/cfs-Betroffene neben einer schweren Fatigue (körperliche Schwäche), die das Aktivitätsniveau erheblich einschränkt, unter neurokognitiven, autonomen und immunologischen Symptomen.

Anna lebt isoliert und zurückgezogen 

Typisch ist eine ausgeprägte und anhaltende Verstärkung aller Symptome nach geringer körperlicher und geistiger Anstrengung – beispielsweise ausgeprägte Schwäche, Muskelschmerzen, grippale Symptome und Verschlechterung des allgemeinen Zustands. Schon kleine Aktivitäten wie Zähneputzen, Duschen oder Kochen können zur Tortur werden; Besorgungen im Supermarkt etwa können anschließend zu tagelanger Bettruhe zwingen. Viele weitere Symptome erhöhen den Leidensdruck – etwa massive Schlafstörungen, Überempfindlichkeit auf Sinnesreize. 

Schwerstbetroffene müssen deshalb oft in abgedunkelten Räumen liegen und können sich nur flüsternd mit Angehörigen verständigen. „Ein Viertel aller Patienten kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und auf Pflege angewiesen.“ Auch bei Anna werde die Krankheit immer schlimmer. „Sie verbringt die meiste Zeit ihres Lebens in ihrem Bett. Sie hat keinerlei sozialen Kontakte, sie sind in dieser Zeit weggebrochen. Anna lebt isoliert und zurückgezogen. Dinge, die Kinder und Jugendliche in ihrem Alter machen, kann sich Anna nicht vorstellen: Party machen, Freunde treffen, shoppen, Spaß hab – und dies seit Jahren“, bedauern die Initiatoren der Benefizveranstaltung, die hoffen, dass sie viele Unterstützer finden.

Spendenkonto: Caritas Konferenz St. Johannes Sundern, IBAN: DE98 4665 0005 0003 0055 50, Verwendungszweck: Anna Born

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare