Neue Wege in Corona-Krise

Instrumentalunterricht beim Musikverein Hagen geht online weiter

Sundern-Hagen - Seit heute haben die Musikschülerinnen und -schüler des Musikvereins Hagen wieder einmal pro Woche Unterricht. Der Musikverein hat gemeinsam mit den Musiklehrern und Musiklehrerinnen ein Konzept erarbeitet, wie der Unterricht online weitergeführt werden kann. Hierzu wird eine Onlineanwendung, welche eigentlich für Meetings und Konferenzen gedacht ist, für den Unterricht umfunktioniert.

Der Musikverein Hagen bildet zurzeit 25 Schüler im Alter zwischen 8 und 16 Jahren aus. Dazu haben die Schüler einmal wöchentlich bei den Instrumentallehrern für Blech-, Holz- und Schlaginstrumente Einzelunterricht. Weiterhin spielen die Jungmusiker während ihrer Ausbildung in verschiedenen Orchestern. Zunächst noch während der Grundschulzeit in der Bläserklasse Sorpetal. Danach durchlaufen sie das Vororchester und das Jugendorchester Sorpetal (JOS), beides Kooperationen der Musikvereine Allendorf, Amecke und Hagen. Nach Abschluss der musikalischen „D1“-Prüfung bei der Musikschule Hochsauerlandkreis im Alter von ca. 16 Jahren gehen sie dann in die Hauptorchester der drei Vereine über. Aufgrund der Coronalage fallen bis auf weiteres sämtliche Orchesterproben aus, sodass ein wesentlicher Bestandteil der musikalischen Bildung fehlt. 

Hier kommt dem nun stattfindenden Onlineunterricht eine wichtige Funktion zu: Die Schüler haben weiter einmal pro Woche Unterricht, auf welchen sie sich vorbereiten müssen. Hier können sie das Geübte präsentieren, sich Feedback des Lehrers einholen und mit neuen Zielen aus dem Unterricht herausgehen. Gerade die Schüler, welche kurz vor Abschluss der D1-Prüfung standen, profitieren. Sie halten ihren erarbeiteten Leistungsstand nicht nur, sondern können sich sogar weiter steigern. 

Während die jungen Musiker online Unterricht nehmen, halten sich auch die Mitglieder des Hauptorchesters fit: Die Noten für die wichtigsten Stücke der Saison werden an alle verteilt, sodass jeder zuhause weiter üben kann.

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