„Das wahnsinnigste Festival“

Iris Berben beeindruckt im Pferdestall 

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Im Künstlergespräch unterhielten Margret Haurand vom Kultur-Rockt-Organisations-Team, Iris Berben, der Parlamentarische Staatsekretär Klaus Kaiser und Veranstalter Matthias Berghoff das Publikum.

Dörnholthausen. Iris Berben begeisterte am Freitagabend in Dörnholthausen beim Festival „Kultur Rockt“. „Sie haben das wahnsinnigste Festival, das ich kenne“, sagte der Star aus der deutschen Film- und Fernsehwelt in dem komplett besetzten Pferdestall. Ihre Aussage bezog sich auf so ziemlich alles an diesem außergewöhnlichen Eventort.

Die Kombination aus modernem Pop mit dem Auftakt am Donnerstagabend mit dem Singer und Songwriter Michael Schulte, klassischer Musik am Samstag und Kindertheater am Sonntag und dem ausgelobten „Kultur-Rockt“- Preis für junge Künstler ebenso wie die Location mit Pferdestall und der Pension in ruhiger Abgeschiedenheit nahm – wie viele Künstler vor ihr – auch die Schauspielerin für sich ein. „Hier kann man sich richtig betrinken und anschließend ins Bett fallen und keiner bemerkt es“, scherzte die Schauspielerin. 

Die von ihr gelesenen Texte zeichneten sich dagegen durch große Ernsthaftigkeit aus. „Speeches of Note“ hatte sie ausgesucht. Ein Buch, das faszinierende und ungewöhnliche Reden aus den Archiven der Welt vereint. Eine Rede von Kermit dem Frosch war der Einstieg, bevor es mit einer aus dem Jahr 1983 an einem College gehaltener Abschlussrede von Susan Sonntag weiterging. Die verdrehte Parlamentsrede über das Frauenwahlrecht aus dem Jahr 1912, eine ohne Manuskript gehaltene Rede einer Sklavin, die weder schreiben noch lesen konnte, über Gleichberechtigung oder die beeindruckende Abschiedsrede von Napoleon Beasly, einem jungen, verurteilten Mörder vor seiner Hinrichtung machten nachdenklich. Kurze Worte von Pablo Picasso wurden vorgelesen und William Lyon Phelps Rede über die „Freude an Büchern“. 

Im anschließenden Künstlergespräch, bei dem auch der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser auf dem Podium Platz nahm, setzten sich Schauspielerin und Politiker gleichermaßen für das geschriebene Wort ein. Bereits zu Beginn des Abends hatten Iris Berben und Klaus Kaiser den mit 1.500 Euro dotierten „Kultur-Rockt“-Preis für Bildende Kunst an Silke Berg überreicht. Die 21-jährige Studentin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig hatte die international und interdisziplinär besetzte Jury mit ihren Bildern und Skulpturen überzeugt. Für sechs Wochen werden ihre Werke noch im „Haus Berghoff“ in Dörnholthausen zu sehen sein. 

Für die vielen vom Abend und Iris Berben beeindruckten Gäste nahm sich die Schauspielerin noch lange Zeit, signierte Bücher und stellte sich gut gelaunt für Fotos zur Verfügung.

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