120 Jahre Chorgesang prägen die dörfliche Kultur

So präsentiert sich der Endorfer Männerchor "Eintracht" im 120. Jahr seines Bestehens. Die ehemals eher vaterländisch geprägten Gründer würden an ihren Nachkommen sicher helle Freude haben. Foto: Klemens Teipel

Eintracht ist der Gründungsname — Sie überdauerte die Zeit

Endorf. (kt)

"Wo Musik ist, da ist Leben." So das Motto eines zweitägigen Jubelfestes des Männergesangvereins "Eintracht", das die musikalische Gratulation von 35 Chören auslöste. Die "Saat" von 1887 fiel auf fruchtbaren Boden, überdauerte zwei Weltkriege — Höhen und Tiefen.Gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehnisse haben die dörfliche Struktur verändert. Auch das Liedgut, aber nicht die Eintracht der Männer, die als zweite und dritte Generation schon in die Jahre kommen, aber das Kulturerbe pflegen und es gegen den Trend der Zeit mutig aufrechterhalten. Die Gründer hätten an Werktagen natürlich keine Zeit gefunden, ihrem Hobby nachzugehen. Das Vieh war zu versorgen, für Brennholz war zu sorgen und, und ... Vorsitzender Volker Wargin hat also recht, wenn er betont, es habe sich vieles verändert, womit er jedoch eher das Liedgut meinte. Im zweiten Lied klang es dann nach Meinung von Udo Jürgens und mit Klavierbegleitung von Gerd Arens auch schon an: "Mit 66 Jahren ..." Viele heutige Chorsänger haben das Alter schon erreicht, aber der positive Text und flotte Rhythmus liegen ihnen in den roten Jacken noch sehr gut. Das Programm war klasse, über ein breites Themenfeld gestreut und in allen Beiträgen, teils instrumental begleitet, gut intoniert. Bei den Garbeckern fiel zum Beispiel eine spontane Änderung ihres Programms auf. Ihr Wald hat durch "Kyrill" sehr stark gelitten. Dennoch bekannten sie sich im mächtigen Choral "Wer hat dich, du schöner Wald, ..." lobend zu Gottes Schöpfung. Ganz allgemein zeigten die Beiträge der Chöre hohe Musikalität.

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