„Klappe zu, Film ab!“

Jugendliche drehen TV-Beitrag „Unsere Stadt Sundern“

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Romy, Laura und Anna (v.l.) wollen in das Leben eines Filmemachers hineinschnuppern.

Sundern. Die Heimat und ihre Menschen einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten – dazu hatten nun elf Mädchen im Rahmen eines Filmkurses des Jugendbüros der Stadt Sundern die Möglichkeit. Mit Kamera, Stativ und Mikrofon bepackt zogen sie zum Thema „Unsere Stadt Sundern“ los und drehten kurze Fernsehbeiträge über ihren Heimatort.

An zwei Tagen hatten die Jugendlichen in Kleingruppen die Gelegenheit, sich hinter der Kamera auszutoben, getreu dem Motto „Klappe zu, Film ab!“ Unterstützung bekamen sie dabei von zwei Medientrainern von der Landesanstalt für Medien (LfM), Michael Osterhaus und Marius Reichert, die den Kids den Umgang mit der Kamera erklärten und auch einige journalistische Tipps gaben. „Wir wollen eine zehn- bis 15-minütige Sendung erstellen. Diese setzt sich aus einem Vorspann, Moderationen und den gedrehten Beiträgen über Sundern zusammen“, erklärte Michael Osterhaus im Gespräch mit dem Sauerlandkurier.

Die Themen der einzelnen Beiträge seien dabei von den Teilnehmerinnen frei wählbar. Sie müssten sich lediglich mit dem Ort Sundern beschäftigen. „Vor sechs Jahren wurde schon mal eine Sendung über die Stadt im Rahmen eines Filmprojekts gedreht“, so der Medientrainer. Damals habe es aber andere Schwerpunkte gegeben. „Wir haben nach der Technikeinweisung gemeinsam überlegt, in welche Richtung unsere diesjährigen Fernsehbeiträge gehen sollen.“ Eine Gruppe entschied sich für eine Umfrage in der Innenstadt. Ziel dabei war es herausfinden, wie junge und wie ältere Menschen in Sundern leben.

Ausstrahlung auf nrwision

Drei Teilnehmerinnen wollten einen genaueren Blick auf das Jugendcafé Gammon, wo auch der Filmkurs stattfand, werfen. „Eine Gruppe ist mit Marius Reichert unterwegs. Die Mädchen haben einen Interview-Partner im Rathaus gefunden. Sie wollen Neuigkeiten zur Stadtentwicklung und mögliche Veränderungen in Sundern erfragen“, informierte Michael Osterhaus. Die vierte Gruppe porträtierte Kioskbesitzerin Ellen Braun, die direkt neben dem Jugendcafé Gammon in der Kleinbahnstraße ein Kiosk betreibt. Die beiden Medientrainer versuchten während der Drehs den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Da wir nur zu zweit sind und insgesamt vier Gruppen haben, können wir natürlich nicht überall gleichzeitig sein“, betonte Osterhaus. 

Für die elf Mädchen stellte die Veranstaltung ein spannender Beginn der Sommerferien dar. „Ich finde es interessant zu sehen, wie es ist, hinter der Kamera zu stehen“, begründete die 13-jährige Felizitas ihre Teilnahme an dem Projekt. Sie gehörte zu der Gruppe, die sich mit dem Leben der Kioskbesitzerin beschäftigte.

Die zwölfjährigen Freundinnen Anna, Laura und Romy wollten einmal in das Leben eines Filmemachers hineinschnuppern. „Romy und ich möchten gerne Schauspielerin werden. Wir sind auch beide beim Theater aktiv“, berichtete Laura, die nun die Chance hatte einmal hinter und nicht vor der Kamera zu stehen.

Für die Dreharbeiten hatten die einzelnen Gruppen etwa zweieinhalb Stunden Zeit. Danach folgten noch der Schnitt und das Zusammenstellen der Fernsehsendung. „Wir wollen, dass die Teilnehmer möglichst eigenständig arbeiten. Was wir in zwei Tagen erreichen können, ist natürlich eher ein niedriges Niveau. Wir sind aber auf das Ergebnis gespannt“, so Osterhaus abschließend.

Ausgestrahlt wird die Sendung bei dem TV-Lernsender nrwision. Dort wird der Beitrag dann auch in der Mediathek zu sehen sein. Einen Termin dafür gibt es aktuell noch nicht.

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