Frische Ideen aus der Region

Jugendliche entwickeln bei Leader-Projekt „PowerUp!“ eine eigene App

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Betreuerin Pia Schültke und die Teilnehmer Sophia Kummer, Lisa Drinhaus, Tim Evers und Leonhard Schirp (v. l.) stärkten im Kletterpark den Zusammenhalt der Gruppe.

Langscheid. „PowerUp! – dein Sommer am See“ – die Premiere des Projekts für junge Menschen mit kreativen und innovativen Ideen aus der Sorpesee-Region Arnsberg-Balve-Sundern geht in die heiße Phase: Nach einem Kennenlern-Workshop Ende Juni sowie einem Wochenende in der Jugendherberge Langscheid haben die sechs Teilnehmer bereits eine konkrete Idee, die gemeinschaftlich erarbeitet und realisiert werden soll: eine Informations-App zur Bündelung von Freizeitangeboten und Veranstaltungen für Jugendliche in der Region.

Die sechs jungen Ideengeber, die sich im Vorfeld für das von der Berufs-Bildungs-Akademie der Volkshochschulen im HSK in Kooperation mit der Leader-Bürgerregion am Sorpesee und der Volkshochschule Arnsberg/Sundern initiierte Projekt beworben hatten, sowie ihre Betreuerinnen und Koordinatoren Pia Schültke und Johanna Kraft verbrachten nun ein zweites gemeinsames Wochenende in der Langscheider Jugendherberge, um unter dem Motto „Online“ näher ins Detail zu gehen, intensiv an ihrer Idee zu arbeiten und in die Planungsphase überzugehen. 

Dabei ging es aber nicht nur um „trockene“ Diskussionsrunden, vielmehr sollen zugleich gemeinsame, spannende Aktivitäten das Entwicklerteam enger zusammenschweißen: „Natürlich kann man auch als ‘Eigenbrötler’ Sinnvolles in die Wege leiten. Doch dieses Projekt soll von Vielen getragen werden, jeder kann seine Ideen und Fähigkeiten einbringen. Bei unseren gemeinsamen Aktivitäten wie der Kanutour oder wie heute hier im Kletterpark ‘Mosaik’ kann jeder seine eigenen Grenzen kennenlernen, Mut zeigen, aber auch schätzen lernen, dass man sich im Team aufeinander verlassen kann. Ein ideales Gegengewicht zur nackten Theorie“, erklärte Betreuerin Pia Schültke, die hauptberuflich ein Studium für das Grundschullehramt absolviert. 

Überblick über Freizeitmöglichkeiten 

Nachdem sich das Team nun für die Realisierung einer App entschlossen hat, soll das Projekt nun gemeinsam angepackt werden. Konkret heißt das, eine digitale Plattform für Jugendliche in der Region zu schaffen, in der sich die jungen Menschen näher und gezielter über die Freizeitmöglichkeiten und Veranstaltungen in ihrer Nähe informieren und absprechen, Erfahrungen und Tipps austauschen sowie eigene Vorschläge mit einbringen können. „Viele von uns wissen noch zu wenig über die Angebote speziell für Jugendliche. Mit der App, Veranstaltungskalender und Ideenpool zugleich, könnte man näher ins Bewusstsein rücken, was es alles schon an Möglichkeiten gibt und was im Umfeld passiert“, sieht Teilnehmerin Sophia Kummer aus Arnsberg ein großes Potenzial für die App. 

Auch Tim Evers aus Langscheid freut sich nun auf den weiteren Entwicklungsprozess: „Ich habe bei ‘PowerUp!’ nicht zuletzt aufgrund der gestrigen Besichtigung einer Medienagentur schon viel über Medienkompetenz, mögliche Zuschüssn und über das Wie und Was zur erfolgreichen Umsetzung eines Projekts erfahren. Das ist genauso spannend wie die gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten. Wir haben zudem eine sehr nette und engagierte Gruppe.“ 

"Die Idee macht viel Sinn"

Nach diesem Wochenende geht es nun darum, dass aus der Fiktion auch Realität wird. Dazu trifft sich die Gruppe noch zum „Trouble-Shooting“ mit dem Thema Konfliktmanagement am 14. Oktober sowie zum Abschluss am 20. Oktober, bei dem die Teilnehmer ihr Projekt vor möglichen Mentoren mit Know-How, die sie bei der finalen Umsetzung unterstützen und möglichst auch darüber hinaus weiter begleiten, vorstellen werden. 

Pia Schültke jedenfalls sieht für die Realisierung der App große Chancen: „Die Idee ist prima und macht viel Sinn, das Team ist toll und sehr eifrig. Jetzt wäre es schön, wenn sich viele Interessenten bei uns melden würden, die das Projekt mit Rat und Tat unterstützen möchten. Darüber hinaus hoffe ich, dass ‘PowerUp!’ erfolgreich sein wird und auch in den nächsten Jahren wichtige Impulse für die Umsetzung von Visionen und frischen Ideen zur Stärkung der Sorpesee-Region geben wird. Vielleicht können wir dann auch noch mehr Teilnehmer für das Projekt begeistern und mit ins Boot holen.“

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