Mobilität in Sundern brennt unter den Nägeln 

Diskussionsrunde des Jugendparlaments zeigt brennendste Themen auf

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Maurice Hachenei moderierte die Diskussionsrunde des Jugendparlaments im Ratssaal in Sundern

Sundern – Das Jugendparlament von Sundern hatte am vergangenen Samstag zu seiner ersten Diskussionsrunde eingeladen. Im großen Sitzungssaal des Rathauses saßen Vertreter der Fraktionen, Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel, Lena Willeke und Jana Fricke vom Jugendbüro und Klaus-Rainer Willeke von der VHS.

Was ist wünschenswert, verbesserungswürdig oder gilt es zu erhalten? Nach der Vorstellungsrunde durch die Erste Vorsitzende Sabrina Schültke und Maurice Hachenei, Jugendparlamentsmitglied und Moderator des Tages, brachten es die Jugendlichen aufs Papier. Nach Themenfeldern sortiert zeigte sich an der Pinnwand: Eines ihrer brennendsten Probleme ist die Mobilität. Busverbindungen und die Röhrtalbahn waren dabei aufgeführt.

Räumlichkeiten für Vereine und Bands, einen Jugendraum in Selbstverwaltung, gute Gastronomie für den Abend und Einkehrmöglichkeiten waren weiterhin auf den Zetteln zu lesen. Weitere Themenfelder waren die Digitalisierung an Schulen und die Erhaltung des dreigliedrigen Schulsystems auf dem „Bildungshügel“. Die Jugendlichen fragten nach dem Stand der Innenstadtentwicklung und machten klar, wie wichtig ihnen, auch auf kommunaler Ebene, der Umweltschutz ist.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Röhrtalbahn wieder in Betrieb genommen werde, sagte Bürgermeister Ralph Brodel in der Antwortrunde. Das sei aber sicher erst in acht bis zehn Jahren der Fall und werde ihnen jetzt nichts nützen, gab der Bürgermeister zu. „Lieber keine Röhrtalbahn und das Geld nehmen und die Busverbindungen ausbauen und verbessern“, kam dazu das Argument aus den Reihen des Jugendparlaments. Vor allem in der Nacht und an den Wochenenden bestehe im Stadtgebiet keine Möglichkeit ohne eigenen Pkw oder fahrbereite Eltern von A nach B zu kommen. Ehrenamtliche Nachtfahrten könnten daher auch eine denkbare Lösung sein, ähnlich dem Bürgerbus, so ein Vorschlag.

Um die Digitalisierung an den Schulen zu verbessern, solle ein IT-Fachmann eingestellt werden. Für den Umweltschutz sei bereits ein Klimaschutzbeauftragter, zunächst für zwei Jahre, in der Stadtverwaltung geplant, teilte Brodel noch mit.

Lob kam aus den Reihen des Jugendbüros und der Politiker für die Jugendlichen: „Es ist toll, dass ihr diese Diskussionsrunde veranstaltet habt und wir hoffen, dass so etwas öfter stattfindet.“

Ein Anliegen hatten die Jugendlichen zum Ende noch. Sie wünschen sich, dass Azubis als Ausbildungsbotschafter den Schülern bei der Berufswahl helfen.

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