Schneller Ersatz gefordert

Junge Union zeigt Unverständnis über Umgang mit Skateranlage

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Für die abgebaute Skateranlage im Schweinsohl soll ein schneller Ersatz gefunden werden, fordert der Junge Union Stadtverband Sundern.

Sundern – Mit Verwunderung habe die Junge Union Sundern der Presse entnommen, dass die Skateranlage im Schweinsohl aus Gründen der mangelnden Verkehrssicherheit geschlossen und abgebaut wurde, schreibt der Junge Union Stadtverband Sundern, in einer Pressemitteilung. Die jungen Politiker reagieren mit Unverständnis.

Aus diesem Grund hat die Junge Union den Bürgermeister um Beantwortung folgender Fragen gebeten:

  • Warum wurde diese Anlage nicht regelmäßig gewartet, um eine Verkehrssicherheit durchgängig zu gewährleisten und einen Verfall zu verhindern?
  • Wenn eine Instandsetzung der Anlage auf Grund ihres Alters nicht mehr ausreicht, weshalb wurde nicht frühzeitig eine Neuerrichtung dieser Anlage geplant und im Fachausschuss behandelt?
  • Warum wird diese Thematik erst zum Thema gemacht, wenn die Anlage bereits verkommen ist, sodass der Platz geschlossen werden musste?
  • Laut städtischer Pressemitteilung sollen im nächsten Jahr 2021 Ideen der Jugendlichen für einen neuen Skaterpark gesammelt werden. Wieso wird das kommende Jahr abgewartet? Wieso werden die Jugendlichen nicht bereits jetzt beteiligt, um ihnen zeitig solch ein Angebot machen zu können.
    „Wir sind sehr enttäuscht, dass diese Anlage nun geschlossen werden muss und fordern ausdrücklich eine schnellstmögliche Einbindung der Jugend, um über eine Neuerrichtung zu sprechen“, so Adam Walczak, Michael Albers und Fabian Blome als Unterzeichner der Anfrage. Hierbei gelte es auch zu prüfen, ob der Wunsch nach einem reinen Skaterpark besteht oder auch Kombinationen beziehungsweise Alternativen von den Jugendlichen gewünscht sind. „Durch den Abbau der Anlage ist ein Stück Aufenthaltsqualität für die Jugend in Sundern verloren gegangen. Mit einer sachgerechten Planung hätte dies verhindert werden können. Nun muss zumindest ab sofort an einem Ersatz gearbeitet werden“, fordert die Junge Union Sundern.

    Zwei Szenarien für Neubau der Anlage 

    Eine Antwort hat die Junge Union in dieser Woche von Fachbereichsleiter Martin Hustadt erhalten, wie dieser beim Monatspressegespräch am Mittwochmorgen mitteilte. Zudem soll das Thema dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt werden. Wie Hustadt ausführte, sei die Anlage regelmäßig geprüft worden – eine wöchentliche Inaugenscheinnahme, eine jährliche intensive Fachprüfung sowie weitere Prüfungen über das Jahr verteilt. „Jetzt hatte sie einen Zustand erreicht, an dem wir sie nicht mehr reparieren können. Anders hätte das ausgesehen, wenn sie sachgemäß behandelt worden wäre“, so Hustadt. Denn die Skateranlage sei auch beispielsweise von Mopedfahrern und für Motorcross genutzt worden.
    Zwei Fragestellungen stehen jetzt im Fokus bei der Frage nach einem neuen Skaterpark: die Standortfrage und die Finanzierung. So haben der Fachausschuss und die Jugendlichen die Wahl zwischen zwei Szenarien: eine neue Anlage im Schweinsohl am alten Standort errichten oder die Situation nutzen, um am Bildungshügel neu zu beginnen. Schon länger sei man mit den Schulleitern im Gespräch, dort einen Sportpark für jung und alt zu planen. Denkbar sei sowohl eine Skateranlage als beispielsweise auch ein Pumptrack für Inliner, Skater und Mountainbikes, erklärte Hustadt. Wann eine neue Skateranlage realisiert werden kann, „können wir nicht versprechen, weil die Finanzen nicht rosig aussehen“, erläuterte Hustadt.

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