Kardinal Meisner zog es wieder ins "Alte Testament"

Die Mini-Shettis Willi und Nagett holen mit ihrer "Chefin" Dr. Dorothee Nadol-Liedhegener den hohen Gast aus Köln am Geburtshaus seines 1981 in Erfurt verstorbenen Freundes Hugo Aufderbeck zur Feier des Jahresgedächtnisses in der St. Martinuskirche ab. Foto: Klemens Teipel

Das Jahresgedächtnis seines Freundes ist ihm Verpflichtung

Hellefeld. (kt)

Auch 26 Jahre nach dem Tod seines "Ziehvaters", des in Hellefeld geborenen Bischofs von Erfurt, Hugo Aufderbeck, zieht es den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner zum Jahresgedächtnis noch ins "Alte Testament". Bischof Hugo Aufderbeck gebe ihm auch heute noch die Schubkraft, seine Heimat jährlich zu besuchen, sagte der Kardinal bei seiner Predigt im gefüllten Gotteshaus. Auch die Menschen aus dem Kirchspiel Hellefeld und darüber hinaus kommen immer wieder, das Messopfer im Gedenken an ihren verehrten Bischof, der im Innenhof des Doms zu Erfurt begraben liegt, mitzufeiern. Die heimische Chorgemeinschaft St. Martinus beteiligte sich aktiv, die Vereine entsandten ihre Fahnenabordnungen. Auch sie zieht Bischof Hugo an. Er war ihnen Vorbild wie den Menschen seiner Diözese, und er wird es immer bleiben.

Kardinal Meisner lenkte seine Predigt weiter auf das Evangelium des Tages, die Hochzeit zu Kana. Was wäre aus dieser Hochzeit geworden, wenn die Mutter Jesu nicht zugegen gewesen wäre: Als der Wein ausging, sei guter Rat teuer gewesen. "Tut, was er euch sagt" gebot sie den Jüngern. Dazu der Kardinal: "Das gilt auch für uns!" Der Christ dürfe sich nicht mit einer Mittelmäßigkeit des Glaubens zufrieden geben. Zum Schluss seiner Predigt sprach der Kirchenmann noch die hohe Bedeutung der Familie an. In der Familie werde deutlich, dass der Mensch als Urbild Gottes geschaffen sei. Es sei schön zu sehen, dass wieder mehr junge Menschen diesen Wert erkennen würden.

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