23. Spieltag endet für den RC Sorpesee 0:3 gegen VfL Oythe

Kein Heimsieg trotz starker Fankulisse

Im ersten Satz war für den RCS eine Auszeit angesagt, Trainer Julian Schallow gab neue taktische Anweisungen. Foto: Christof Rech

Langscheid. Wenn nach einem ernüchternden 0:3 gegen zugegebenermaßen ein Top Team der Liga eine Mannschaft mit warmen Applaus aus einer Spielzeit verabschiedet wird und sich der Unmut über die gebrachte sportliche Leistung dermaßen in Grenzen hält wie am vergangenen Samstagabend im Schulzentrum Sundern, dann weiß man: „Hier ist wieder einer der magischen RC Sorpesee Momente, die den Verein auszeichnen und auch in Zukunft auszeichnen werden!“, bilanziert RSC Trainer Julian Schallow.

So verneigten sich Trainer und Team vor den Fans und Unterstützern und verabschiedeten mit Nora Anders, Laura Feldmann und Lisa Hennecke drei RCS Eigengewächse bei ihrem letzten Heimspiel mit reichlichen Emotionen.

Auf dem Feld sah im ersten Durchgang zunächst alles nach einem intensiven und hochklassigen Aufeinandertreffen aus, in dem der Gast aus Oythe zunächst den besseren Start hinlegte. Sorpesee startete mit Interimscaptain Katharina Schulte-Schmale und der energischen Leonie Hoffmann auf den Außenpositionen, Lara Drölle und Lena Vedder in der Zuspiel-Diagonalachse und Laura Feldmann sowie Kim Spreyer über die Mitte. Bei Mannschaftsführerin Kirsten Platte, die verletzungsbedingt lange ausfiel, reichte es zumindest schon wieder für die doppelte Liberarolle im Wechsel mit Lisa Hennecke. Nach 4:6 Rückstand drehte das Team auf und hatte beim 10:8 eine kleine Führung erarbeitet. Oythe aber konterte und hatte beim 13:10 das Momentum auf seiner Seite. Das Team um die erneut stark aufspielenden Außenangreiferinnen Cabanska und Niemciek legte zu und beim 13:18 aus RCS Sicht war eine Auszeit angesagt.

Mit Erfolg, brachte doch die anschließende Druckphase des RCS mit einem Doppelwechsel auf Seiten der Sauerländerinnen Oythe in Probleme. Starke Aufschläge von Michelle Henkies und eine in allen Belangen überzeugende spätere MVP Nora Anders brachten den RCS zurück ins Spiel. Bei 19:19 war der Satz wieder offen und das Spiel stand auf des Messers Schneide. Vanessa Vornweg und Nicole Freiburg verstärkten den RCS Block und beim 23:24 sollte die Chance genutzt werden den Satz in die Verlängerung zu bringen. Die Halle stand Kopf, der Block wurde verstärkt aber der Aufschlag segelte ins Aus und Oythe verbuchte Satz 1 auf der Habenseite.

Oythe auf höchstem Zweiliganiveau

Für die beiden folgenden Sätze hatte RCS Trainer Julian Schallow nur noch lobende Worte an seine Trainerkollegin Danuta Brinkmann zu verteilen. Oythe nahm den Impuls gerne auf und spielte über weite Strecken des zweiten Satzes sowie den gesamten dritten Satz auf höchstem Zweitliganiveau. „Nicht verschwiegen aber werden darf der Leistungsabfall des RCS im Verlauf des zweiten Satzes, der in einer Reihe von Missverständnissen Oythe immer wieder leichte Punkte gestattete. Zudem gelang es dem Block der Sauerländerinnen nicht, sich insbesondere auf die Angriffsaktionen von Oythe MVP Casey Hinger einzustellen, die fast nach Belieben punktete“, heißt es im Spielbericht des RC Sorpesee. So gelang es dem RCS trotz zahlreicher Umstellungen und den Hereinnahmen von Henrike Axt und Theresa Lübke nicht dem Spiel die von den frenetischen Fans in der Halle jederzeit gewünschte Wende zu geben. Am Ende „setzte sich die Routine“ dann deutlich durch, wurde eine zufriedene Danuta Brinkmann nach dem Spiel zitiert und erhielt Jubel für ihre Komplimente an Zuschauer und das junge Gegnerteam.

Den Dank richtete das Team schließlich an starke Fans und Sponsoren. „Auf dem Feld sucht das Team weiter nach dem zur Atmosphäre passenden Spiel, eine Chance auf Punkte gibt es aber in dieser Saison freilich noch“, so Julian Schallow abschließend.

Info: Für den RCS aktiv: Nora Anders, Henrike Axt, Lara Drölle, Laura Feldmann, Nicole Freiburg, Lisa Hennecke, Michelle Henkies, Leonie Hoffmann, Theresa Lübke, Kirsten Platte, Katharina Schulte-Schmale, Kim Spreyer, Lena Vedder, Vanessa Vornweg, Physio Therapeutin Anne Schmitz und Co-Trainer Linus Tepe.

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