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Kein Weihnachtstreff in Sundern: Stadtmarketing äußert sich zu Hintergründen

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Von: Andre Geißler

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Levi-Klein-Platz Weihnachtstreff Sundern
Der Levi-Klein-Platz in Sundern beim Weihnachtstreff: In diesem Jahr findet das lauschige Event im Advent nicht statt. © privat

Ausgebremst von Corona und Hochwasser: Das Sunderner Stadtmarketing blickt auf eine ernüchternde Veranstaltungssaison 2021 zurück. Neben dem Ausfall der traditionellen Innenstadtfeste wird auch der Weihnachtstreff auf dem Levi-Klein-Platz in diesem Jahr nicht stattfinden. Doch für 2022 kündigt die Genossenschaft viel mehr als nur eine Wiederbelebung der beliebten Events an.

Sundern – „Wir stecken schon lange in den Vorbereitungen für das nächste Jahr, in dem wir voller Elan durchstarten wollen“, verkündete Stadtmarketings-Mitarbeiterin Iris Reich im Gespräch mit unserer Zeitung verheißungsvoll: „Wir gehen davon aus, dass uns Corona 2022 keinen Strich mehr durch die Rechnung machen wird.“

Auch wenn theoretisch – und im Zusammenhang mit den Vorgaben des Ordnungsamtes – noch etwas möglich gewesen wäre, konzentriere man sich nun voll auf die Organisation der Veranstaltungen im kommenden Jahr und auf die weitere Stärkung im digitalen Bereich. Die Tatsache, dass sich die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Löschzuges Sundern nach einem arbeitsintensiven Katastrophenjahr nicht als wichtiger Mitorganisator des Weihnachtstreffs zur Verfügung stellen werden, hätte dazu beigetragen, dass dieser leider ausfallen müsse: „Wir bedauern dies sehr, können die Absage aber – nach solch einem Jahr – sehr gut nachvollziehen. Für eine alleinige Organisation sind wir schlichtweg personell nicht ausreichend aufgestellt.“

Die Auswirkungen der extremen Starkregenereignisse im Juni und Juli hätten zusätzlich dazu beigetragen, dass zwei kleinere Alternativveranstaltungen, organisiert von engagierten Bürgern der Stadt, letztendlich dann doch schlichtweg ins Wasser gefallen seien: „Verständlicherweise stand vielen nicht der Sinn danach.“

Große Unsicherheiten wegen Corona

Eines davon wäre ein vom Kulturbüro veranstaltetes „Wiedersehensfest“ im September gewesen. Letztendlich, so deren Vorsitzende Uta Koch auf Anfrage, sei die Unsicherheit durch die Einschränkungen dann doch zu groß gewesen. Zudem hätten sich die teilnehmenden Musikvereine nur sehr eingeschränkt darauf vorbereiten können: „Erst einmal die vielen Regeln, dann noch die Angst vieler, sich wieder in größeren Gruppen aufzuhalten: Das hätte wohl nicht viel Sinn gemacht.“ Ähnlich äußerte sich auch Iris Reich, die darauf hinwies, dass man im Umfeld des Stadtmarketings in Bezug auf Großveranstaltungen in der Pandemie eher auf Sicherheit bedacht sei und daher vorsichtig agiere und agiert hätte. Die bei den Kindern äußerst beliebte „Stiefelaktion“, die mit rund 170 eingereichten Stiefeln in 2020 eine Rekordbeteiligung erzielt hätte, werde aber wie gewohnt wieder in der Vorweihnachtszeit stattfinden.

Stadtmarketing Sundern Reich Schmitt Geueke
Das Team der Stadtmarketing Sundern eG – Iris Reich, Jennifer Schmitt und Barbara Geueke (v.li.) – richtet den Blick bereits auf Veranstaltungen im Jahr 2022. © Andre Geissler

2022 gelte dann das Motto „Vier plus zwei“: „Neben den altbewährten Veranstaltungen wie Autofrühling, Stadtfest mit Fest der Vereine, Volksbank-Dämmerschoppen, sowie Weihnachtstreff planen wir, zum ersten Mal bei der Aktion ‘Stadtradeln‘ mitzumachen. Als weiteres, neues Highlight kommt die Europäische Mobilitätswoche Mitte September hinzu. Wir und auch unsere vielen Sunderner Vereine freuen uns nun auf ein ereignisreiches Jahr.“

Austausch über soziale Medien ausgebaut

Im Hinblick auf 2021 hätte man das Mehr an Zeit beim Stadtmarketing nicht nur intensiv für das „laufende Geschäft“ sowie die Planungen für das kommende Jahr genutzt. Vielmehr sei es gelungen, den digitalen Austausch über den Internet-Auftritt sowie über die sozialen Medien weiter auszubauen und somit zukunftsorientiert und ansprechend die unzähligen und vielfältigen Attraktionen und Aktivitäten in Sundern nach außen zu tragen, die Attraktivität von Stadt, Dörfern und Sorpesee zu repräsentieren und auf diesem Wege weitere Kontakte aufzubauen.

„Ein Beispiel ist der Erfolg der virtuellen Eventreihe „Sundern on Screen“, die aufgrund der Beliebtheit während der Premiere ab dem 5. November in eine abwechslungsreiche Fortsetzung geht“, so Jennifer Schmitt, die die Veranstaltungsreihe organisiert.

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