Fast 75 Prozent der Stimmen

„Der Wind hat sich gedreht“: Klaus-Rainer Willeke gewinnt Bürgermeister-Stichwahl

Ehefrau Elisabeth war die erste, die Klaus-Rainer Willeke zum Sieg bei der Stichwahl um das Bürgermeister-Amt in Sundern gratulierte.
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Ehefrau Elisabeth war die erste, die Klaus-Rainer Willeke zum Sieg bei der Stichwahl um das Bürgermeister-Amt in Sundern gratulierte.

Klaus-Rainer Willeke ist neuer Bürgermeister der Stadt Sundern. Mit einem mehr als deutlichen Vorsprung verpasste Hagens Ortsvorsteher und Einzelbewerber seinem Kontrahenten Georg Te Pass (CDU) bei der Stichwahl am Sonntag eine empfindliche Niederlage. Willeke holte sich bei dem Zweikampf – mit einer erfreulich hohen Wahlbeteiligung von 51,23 Prozent – rund dreiviertel (vorläufiges Ergebnis 73,5 Prozent) der Stimmen aus Sunderns Wählerschaft.

Sundern - „Ich nehme die Wahl an. Das ist ein fulminantes Ergebnis. Nun haben wir einen tierischen Schwung erhalten. Es ist ein Aufbegehren Sunderns gegen das, was fünf Jahre lang in meiner Heimatstadt geschehen ist. Nach so viel Wahlkampfarbeit bin ich überglücklich über das Ergebnis. Man sieht, dass sich bereits jetzt der Wind zu drehen begonnen hat“, sagte der Sieger der Wahl nach Auszählung aller Stimmen freudestrahlend vor seinen Wahlhelfern, Freunden und Gönnern am Abend im Hofcafé.

Hier herrschte kurz nach 18 Uhr noch knisternde Spannung und leichte Nervosität beim vermeintlichen Favoriten, der bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen rund zwölf Prozentpunkte Vorsprung vor Te Pass in der Wählergunst erzielen konnte. Schnell löste sich aber diese Anspannung, als nach und nach die ersten Ergebnisse aus den Stimmbezirken eintrudelten und deutlich wurde, dass man sich im Team Willeke recht schnell auf der Siegerstraße befand.

Dann kannte der Jubel im Hofcafé keine Grenzen, als auch die letzte Stimmzählung Willeke ein starkes Vertrauen der Bürger in ihm bekräftigte. So war es seine Ehefrau Elisabeth, die, als starke Stütze an seiner Seite, ihren sichtlich gerührten Mann in dem Arm nahm und als erste zu diesem unerwartet klaren Sieg gratulierte.

Dank an alle Unterstützer

„Ich danke allen, die für mich gestimmt haben und mir zutrauen, dass ich mit meinem Team die Situation in Sundern verbessern kann. Es ist ein klares Votum für einen Wandel. Wir haben dafür gemeinsam so hart gearbeitet, unzählige Briefkästen bestückt und alle Straßen hin und her abgelatscht. Auch euch gilt mein herzlichstes Dankeschön“, wandte sich der neu gewählte Verwaltungschef an seine Wahlkampf-Unterstützer, als sich das Cafe längst zum Ort einer kleinen Wahlkampfparty entwickelt hatte.

Schnell richtete sich der neue Bürgermeister auch in den sozialen Medien an die Bürger Sunderns: „Ich bin überwältigt – der Wind hat sich gedreht! Mit fast 75 Prozent der Stimmen im Rücken startet Sundern mit mir in eine neue politische Kultur und eine Zeit des Miteinanders, das Lust auf Zukunft macht. Herzlichen Dank für über 8.000 Stimmen an die Wähler und Danke an alle, die mich im vergangenen Jahr auf unterschiedlichste Weise unterstützt haben. Ich freue mich auf diese große Aufgabe und nehme sie voller Energie an.“

Georg Te Pass zeigt sich als fairer Wahlverlierer

Als sehr fairer Wahlverlierer zeigte sich indes Georg Te Pass. Der unterlegene CDU-Kandidat ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit einer Delegation seiner Partei Klaus-Rainer Willeke persönlich zum Wahlsieg zu gratulieren: „Es war ein spannender Tag für Sundern. Gratulation an den neuen Bürgermeister. Es ist selbstverständlich, Herrn Willeke direkt vor Ort persönlich zu gratulieren.“ Der Konkurrent, der bei den Wählern mit 26,5 Prozent der Stimmen ein ernüchterndes Ergebnis erzielt hatte, äußerte sich maßlos enttäuscht über das schlechte Abschneiden: „Ich habe deutlich verloren. Das kann man nicht und das möchte ich gar nicht schönreden. Einige Zahlen sind für mich besonders schmerzhaft. Gerade in Bezirken, in denen ich jahrelang besonders aktiv war, sind die Ergebnisse nicht nachzuvollziehen – so ehrlich muss man sein. Doch mit der CDU als stärkste Fraktion im Rat müssen wir jetzt gemeinsam Sundern in eine gute Zukunft führen.“

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