Energischer gemeinsamer Protest

25 Politiker fordern Aufklärung um Tigges-Platz

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Die Abläufe im Zusammenhang mit dem Tigges-Platz sollen lückenlos aufgeklärt werden, so die Forderung der 25 Unterzeichner des Briefes.

Sundern. Um ihrem Protest in puncto Franz-Josef-Tigges-Platz Nachdruck zu verleihen, haben sich jetzt 25 Sunderner Politiker über die Parteigrenzen hinweg zusammengetan.

In ihrem Brief an Bürgermeister Ralph Brodel kritisieren sie die Abläufe im Zusammenhang mit den Planungen und den beabsichtigten Grundstücksverkäufen: „Ihrer Stellungnahme zu den Vorgängen um den Versuch Grundstückflächen des Tigges-Platzes an einen Investor mit einem bereits weit ausgearbeiteten Projekt in nichtöffentlicher Sitzung zu verkaufen, widersprechen wir ganz entschieden. Ein kurzer Blick in die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses vom 06.06.2019 genügt, um festzustellen, dass es im öffentlichen Teil keinen Tagesordnungspunkt zur Projektpräsentation bzw. dem Verkauf städtischer Grundstücke den Tigges-Platz betreffend gibt.

Das komplette Paket bestehend aus der Projektpräsentation und dem Verkauf der städtischen „Tigges-Platz“-Grundstücke war vielmehr in Gänze im nichtöffentlichen Teil „versteckt“ – wir denken, dass diese Vokabel es genau so trifft, wie dass der Ausschuss überrumpelt werden sollte. Erst als für Sie die Widerstände der Ausschussmitglieder deutlich wurden, wollten Sie unmittelbar vor der Sitzung die Vorlage in einen öffentlichen und einen nicht öffentlichen Teil splitten – der Ausschuss hat das verhindert.“

Wichtige Planungen hinter verschlossenen Türen 

Mit dem Verkauf der Tigges-Platz-Flächen wären für Sundern nicht mehr rückholbare Fakten geschaffen worden, die vorab weder im für die Bebauung der Innenstadt zuständigen Fachausschuss noch im Rat der Stadt Sundern diskutiert, noch der Bevölkerung zur Kenntnis gebracht worden seien.

„Aber abgesehen von den merkwürdigen formalen Abläufen stellt sich bei weiteren Recherchen zu den Planungen am Tigges-Platz erst im Nachhinein heraus, dass bereits vor rund eineinhalb Jahren eine weitere Planung durch das Neheimer Architekturbüro Zakowski mit einer sehr ähnlicher Aufgabenstellung und teilweise sogar den gleichen Investoren bzw. Mietinteressenten, in enger Zusammenarbeit mit Ihnen und den Mitarbeitern der Stadt Sundern, erstellt wurde.“ Auch über diese Planung seien weder die Rats- oder Ausschussmitglieder noch die Bevölkerung informiert worden. „Für die Unterzeichner ist es weder nachvollziehbar, warum erst mit dem Projektentwickler Zakowski und dann von der zeitlichen Abfolge her betrachtet danach mit dem Projektentwickler Tappe eine für die Stadt Sundern so wichtige Planung völlig im Verborgenen und hinter verschlossenen Türen stattfand, noch warum es den plötzlichen Wechsel von dem einen zum anderen Projektentwickler gab.“

Man protestiere gemeinsam und über die Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg ganz energisch, dass in dieser Form mit den Vertretern des Rates und der Öffentlichkeit umgegangen werde. In dem Zuge wird Bürgermeister Ralph Brodel wird zu „einer sofortigen und lückenlosen Aufklärung der Vorgänge“ aufgefordert.

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