Kostspielige Aufforstung

50.000 junge Pflanzen sollen Farbe ins karge Landschaftsbild bei Stemel bringen. Die Pflanzarbeiten laufen.

Die Schäden von Orkan "Kyrill" werden uns noch für Jahre vor Augen sein, doch die Wiederaufforstung läuft bereits. Rund 50.000 neue Buchen, Douglasien, Eichen, Erlen und Eschen werden derzeit in Stemel eingepflanzt.

So soll es demnächst wieder einen Wald über dem Bolzplatz in Stemel, hinter dem Friedhof, geben. "Wir wollen ein bisschen weg von der Fichte", sagt der freiberufliche Diplom-Forstwirt Kristian Saupe dazu. Die Fichte habe sich deutlich als nicht standortgerecht erwiesen. Der Besitzer setzt nun auf einen Mischwald-Bestand. In einem Fünf-Jahres-Plan werden auf den rund zehn Hektar demnächst 50.000 junge Bäume heranwachsen.

Das Vorhaben werde mit einem gewissen staatlichen Anteil gefördert, dies sind in etwa 40 bis 50 Prozent. Dennoch, das Aufforssten ist kostspielig. "Pro Hektar sind das rund 8000 Euro", weiß Saupe. Eine unglaubliche Summe käme zustande, rechnet man das auf die Gesamtfläche hoch, die "Kyrill" verursacht hat.

Die Pflanzen müssen gekauft und eingepflanzt werden, nachdem der Boden dafür vorbereitet wurde — kein Pappenstiel. Viele Waldbesitzer, so Saupe, werden sich das nicht annähernd leisten können. Deshalb rechnet er auch in der Zukunft wieder mit Fichtenbeständen. Schon allein wegen der natürlichen Fortpflanzung. Aber auch in der Anschaffung liegt die Fichte unter ihren Artgenossen.

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