Kulturring Sundern lädt zu Mendelssohn-Bartholdy-Abend

Kultureller Leckerbissen

Ferdi Tilmann und Werner Neuhaus vom Kulturring Sundern laden zum Mendelssohn-Bartholdy-Abend ein.

Der Kulturring Sundern lädt zum Mendelssohn-Bartholdy-Abend ein.

Wer weiß, ob das kommende Konzert des Kulturrings Sundern je stattgefunden hätte, wenn Autor Peter Härtling in seinem Buch „Liebste Fenchel“ die Seite 157 ausgelassen hätte. Hier berichtet er vom Aufenthalt von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Sauerland, genauer gesagt in Arnsberg. So ist es ein ungewöhnlicher Anlass für ein außergewöhnliches Konzert.

Es war Ferdi Tillmann, der durch einen Tipp auf diese Seite aufmerksam wurde. Da steht zu lesen: „Die miserablen Hotels und noch dazu die Eiseskälte im Sauerland (...) Das Bein fror mir an und ich besuchte den Amtsarzt in Arnsberg, der durchtrieben und kenntnisreich war in der Behandlung von Gefrierfleisch.“

(Anmerkung d. Red: Mendelssohn-Bartholdy hatte sich bei einem Kutschenunfall in London eine Beinverletzung zugezogen und musste auf seiner späteren Reise von Köln nach Berlin zum Arzt, weil sich sein Gesundheitszustand verschlechterte.)

Tilmann zog Werner Neuhaus hinzu und die beiden forschten nach. Doch weder im Arnsberger Stadtarchiv noch im Mendelssohn-Bartholdy-Haus in Leipzig waren Belege für die Reise zu finden. Per Anruf in Washington wurden sie schließlich fündig.

Nun also lädt der Kulturring für Freitag, 28. November, 19 Uhr, in das Sunderlandhotel ein zum Mendelssohn-Bartholdy-Abend. Der Eintritt ist frei, am Ende findet eine freiwillige Hutsammlung statt. Der Sunderner Konzertpianist Benedikt ter Braak und die Sunderner Oberstufenschülerin Nadya Naroznikowa spielen Stücke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel. Zwischen den Musikstücken wird Werner Neuhaus drei interessante Kurzvorträge halten: Über das Arnsberg um 1830, über das Leben der Familie Mendelssohn-Bartholdy und über die Geschichte von Fanny Hensel, die trotz aller Annehmlichkeiten eines reichen Elternhauses sehr oft zurückstecken musste – obwohl auch sie eine äußerst begabte Komponistin und Pianistin war. Sogar das Wort „Plagiat“ kommt in der Geschichte der Mendelssohn-Bartholdys vor.

Die Besucher dürfen sich auf einen spannenden und anspruchsvollen Abend freuen.

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