Zeitreise in die „goldenen Zwanziger“

„Neuanfang“ im Kulturmärz 2021: Kulturring Sundern bietet ab morgen vier Online-Events an

Ausstellung der unbekannte Dröge Kulturring Sundern Kulturmärz
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In der Ausstellung „Der unbekannte Dröge“: Elisabeth Mette (Zweite Vorsitzende Verein Berghaus) und Jürgen ter Braak (Kulturring) mit Künstler Johannes Dröge (Mitte).

Mit einer virtuellen Vernissage aus dem „Berghaus“ in Stockum, mit Werken des wohl bekanntesten noch lebenden Sunderner Künstlers, dem Bildhauer Johannes Dröge, startet morgen, am 13. März, der diesjährige Kulturmärz des Kulturrings.

Sundern/Stockum – Der Ausstellungsraum in der Akademie für Kunst und Kultur war am vergangenen Sonntag zudem auch Schauplatz der Aufzeichnungen für die drei weiteren Online-Events zum Thema „Neuanfang“, einer kulturpolitischen und musikalischen Zeitreise in die „goldenen Zwanziger“.

Ausdrucksstarke Skulpturen und Stehlen aus Stein, Holz und Bronze: Seit inzwischen über 60 Jahren ziehen die Werke des leidenschaftlichen Sunderner Bildhauers auf zahlreichen Marktplätzen, in Gartenanlagen, Ausstellungen und privaten Haushalten die Blicke auf sich. Zum bevorstehenden 90. Geburtstag Ende März möchte der Kulturring seinem langjährigen Mitglied und Ehrenbürger der Stadt mit der Ausstellung seine Anerkennung und Wertschätzung dieses künstlerischen Schaffens ausdrücken.

Das Quartett „Grüner Salon“ aus Köln gestaltet das Abschlusskonzert des Kulturmärzes.

Ausstellung „Der unbekannte Dröge“

Die Ausstellung „Der unbekannte Dröge“ präsentiert zum Start des Kulturmärzes eine bislang nicht gezeigte Vielzahl an unterschiedlichsten, sich in Privatbesitz befindenden Arbeiten.

„Ob aus Marmor, Diabas, Lindenholz, Bronze oder Stahl: Hinter jedem seiner Werke steckt eine oft spannende Geschichte. Mit dieser Ausstellung wollen wir Herrn Dröge nicht nur angemessen zum 90. Geburtstag gratulieren. Einige Objekte können auch käuflich erworben werden. Oder fließen zurück in die Tillmann-Stiftung hier im Berghaus. Das soll auch verhindern, dass private Werke aus mehreren Jahrzehnten, die ihren einstigen Zweck verloren haben, irgendwo dann doch im Müll landen“, erklärte Elisabeth Mette, Zweite Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Akademie für Kunst und Kultur.

Der Künstler, der wie kaum ein anderer mit dieser Symbiose aus Handwerk und Kunst umgehen kann, äußerte sich eher bescheiden: „Es war immer das, was ich wollte. Ich denke, ich bin halt dafür geboren worden. Man muss das Handwerk beherrschen. Und dann muss es am Ende einfach nur schön aussehen.“

Besuch der Dröge Ausstellung: Es besteht die Möglichkeit, dass sich bis zu sechs Personen, für jeweils einen Zeitraum von 45 Minuten, anmelden, um die Dröge-Ausstellung zu besichtigen. Anmeldungen sind erforderlich bei Annemarie Günther unter Tel. 0172 7655627.

Digitaler „Kulturmärz“ des Kulturrings Sundern

Online Events Kulturmärz Sundern 2021
Online Events Kulturmärz Sundern 2021
Online Events Kulturmärz Sundern 2021
Online Events Kulturmärz Sundern 2021
Digitaler „Kulturmärz“ des Kulturrings Sundern

Ab dem 14. März dreht sich alles um die Situation 1921 – virtuell

Als eine jeweils nicht minder ausdrucksstarke Reise in die Vergangenheit werden sich die drei weiteren Events des beliebten Kulturmärzes, anschließen; anders als üblich, aufgrund von Corona, in diesem Jahr durchweg als virtuelles Online-Event. Ab Sonntag, 14. März, dreht sich dann alles um die wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und Kunst bezogene Situation in Deutschland und Sundern um 1921.

Während ein Lesekonzert, mit Texten von Historiker und „Sundern-Experte“ Werner Neuhaus und musikalischen Klängen von Benedikt ter Braak am Klavier, sich intensiv mit dem Aufbruch in neue Zeiten während dieser Epoche in und um Sundern auseinandersetzt, widmet sich Antje Tetzlaff, langjährige Pädagogin für Deutsch, Geschichte und Musik und aktuelle Leiterin des Jazzclubs Arnsberg, in einem Vortrag unter dem Motto „So viel Neuanfang war nie?“ der deutschen Kultur in den „goldenen Zwanziger“.

„Grüner Salon“ setzt musikalischen Schlusspunkt

Mit acht, zumeist gesellschaftskritischen, neu interpretierten und arrangierten Liedern der 20er bis 60er, setzt das Kölner Quartett „Grüner Salon“, als eine Hommage an die bedeutendsten Komponisten dieser Zeit, einen musikalischen Schlusspunkt des diesjährigen Kulturmärzes.

Kunst und Kultur sind, gerade auch in diesen jetzigen Corona-Zeiten, ungemein wichtig. Man spürt unter den Menschen, dass dazu ein enormer Wille und reichlich Lust existiert.

Benedikt ter Braak 

„Kunst und Kultur sind, gerade auch in diesen jetzigen Corona-Zeiten, ungemein wichtig. Man spürt unter den Menschen, dass dazu ein enormer Wille und reichlich Lust existiert“, betonte der Komponist, Pianist und Mitorganisator ter Braak. „Wir als Veranstalter und Künstler können nicht nur zum Ausdruck bringen, wie lebendig wir weiterhin sind. Zudem sind wir stolz darauf, auf diese neue und toll umgesetzte Art und Weise unsere Kreativität nach außen tragen zu können.“

Kulturmärz 2021 – Termine

  • Samstag, 13. März, 14 Uhr: Virtuelle Vernissage „Der unbekannte Dröge“
  • Sonntag, 14. März, 18 Uhr: Konzertübertragung Lesekonzert „Politik, Wirtschaft und Kultur im Sundern der 1920er“
  • Samstag, 20. März, 18 Uhr: Virtueller Vortrag „So viel Neuanfang wie nie?“
  • Samstag, 27. März, 18 Uhr: Konzertübertragung „Lieder der 20er bis 60er“

Weitere Informationen und Zugriff auf die Veranstaltungen und Videos über www.kulturring-sundern.de

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