Bühne für heimische Künstler

Kulturring Sundern startet den traditionellen „Kulturmärz“

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Friedrich Schulte-Kramer, Elisabeth Tebbe und Ferdi Tillmann (v. l.) stellten das Programm vor.

Sundern. Die Karnevalszeit ist vorbei und in Sundern hat wie gewohnt der „Kulturmärz“ seinen Anfang genommen. Vor allem heimischen Künstlern will der Kulturring mit dieser festen Institution eine Bühne zum Präsentieren ihrer Kunst geben.

Der Kulturmärz beginnt am heutigen Freitag mit einer Ausstellung des Sunderner Malers Günther Schroer. Im „Stracken Hof“ in Endorf sind etwa 50 seiner Bilder in Aquarelltechnik, Öl oder Acryl zu sehen. Der 1935 in Fröndenberg geborene Sunderner malte schon immer realistisch oder abstrakt. Stilrichtungen probiert er bis heute gerne aus, erzählt Elisabeth Tebbe. Sie hat als Mitglied der IG Strackenhof die Ausstellung zusammen mit dem Kulturring organisiert. 

Schroers Bilder zeigen viele Motive aus der Natur und seiner Umgebung – so ist beispielsweise der Bachlauf der Linnepe dabei. Auch viele Eindrücke seiner Reisen durch Europa hat er auf Papier gebracht. Ausstellungen in Berlin, Dortmund, Stuttgart und Frankfurt gehören zu seiner künstlerischen Karriere. Bis Sonntag, 19. März, ist die Ausstellung immer samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen. 

Weiter geht das Programm des Kulturmärz am kommenden Freitag, 10. März, um 19 Uhr: Dann hält der Erste Vorsitzende des Kulturrings Werner Neuhaus einen Vortrag in der Stadtbücherei. Der Historiker hat sich mit interessanten Menschen aus Sundern im 19. und 20. Jahrhundert auseinandergesetzt und wird über Ferdinand Wagener, Seelsorger in einem Kriegsgefangenenlager bei Meschede im ersten Weltkrieg, den Priester Franz Vollmer und dem Papierfabrikant Johannes Scheffer-Hoppenhöfer referieren. 

Musikalische Höhepunkte 

An vierter Stelle ist auf dem Flyer zum Vortrag kein Foto mit Namen sondern ein großes rotes Fragezeichen zu sehen. „Diese Person ist auch uns nicht bekannt“, erklärt der zweite Vorsitzende Ferdi Tillmann. „Eine Überraschung hält Werner Neuhaus da noch bereit.“ 

Musikalisch wird es am darauffolgenden Sonntagmorgen, 12. März. Um 11 Uhr spielt Nadya Naronikova in Stockum in „Schepes Hoaf“ Werke von Bach, Mozart und Schubert solo am Klavier. Mit dem Pianisten Benedikt ter Braak tritt am Sonntag, 26. März, noch ein dem Sunderner Publikum bestens bekannter Musiker auf. Zusammen mit dem Tenor Bonko Karadjow lässt ter Braak unter dem Namen „Noctural“ eine Licht- und Musikshow über Nacht, Schlaf, Traum und Tod entstehen. Das Konzert findet um 19 Uhr im Sunderland Hotel statt. 

Bevor mit diesem Konzert der Kulturmärz zu Ende geht, findet am Freitag, 17. März, um 19 Uhr noch ein „Plattdeutscher Abend“ statt. „Die ‘Plattduitsken Frauluie’ setzen in der Akademie für Kunst und Kultur, dem Berghaus in Stockum, eine Idee von Johannes Dröge um“, erklärte Tillmann. Er selbst wird an dem Abend etwas aus seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter beitragen. In einer Debatte um Minderheiten habe er damals Friedrich Wilhelm Grimme zitiert und Zwischenfragen in plattdeutscher Sprache gestellt. Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

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