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Kunstwerke im Dialog

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Der Dialog gelang auch im Foto für die Presse. Drei Künstler, Andreas Koch und Nina Hoffmann, alle mit unterschiedlichen Arbeiten, stellten sich in der Installation von Franziska Furler (li.) auf.
Der Dialog gelang auch im Foto für die Presse. Drei Künstler, Andreas Koch und Nina Hoffmann, alle mit unterschiedlichen Arbeiten, stellten sich in der Installation von Franziska Furler (li.) auf.

Der Kunstverein in Arnsberg wartet jetzt mit einer Ausstellung auf, die drei Künstler und ihre Arbeit in einen Dialog bringt.

Es ist die dritte fotografische Ausstellung, die der Kunstverein zeigt. Die Künstler gehen verschiedene Wege in ihrer Kunst, dennoch haben sie alle das unterschiedliche Sehen des Menschen, die Perspektive und die Wahrnehmung in ihre Arbeiten aufgenommen.

Die Ausstellung in den Räumen des Kunstvereins heißt: „wo sind wir jetzt“. Nina Hoffmann, die in Berlin arbeitet und lebt, ist mit den Menschen und ihren reichhaltigen Facetten befasst; die Porträtfotografie und der „nachgestellte Moment“, den sie in dieser Ausstellung in zwar nur einem, dafür aber umso nachdrücklicheren Bild zum Ausdruck bringt, sind hier zu sehen. Zwei Menschen die sich gegenüber stehen, eingefangen von einem momentanen Licht - fielen im Alltag der Künstlerin auf. Graue Farbe auf einer Wand des Ausstellungsraumes - die Farbe bildet zugleich Untergrund und Rahmen für das Bild. Die Porträtfotos sind über einen langen Zeitraum entstanden. Eine nahe Freundin fing die Künstlerin über elf Jahre lang mit ihrer Kamera immer wieder ein. Vierzig Fotos werden mit einem Projektor auf eine Glasscheibe projiziert und so auf eine ungewöhnliche Weise dem Betrachter nahe gebracht.

Andreas Koch, der ebenfalls in Berlin lebt, lässt die Besucher der Ausstellung durch seine Wohnung spazieren. Zwei Räume hat der Künstler zur Verfügung. Er lässt den Betrachter von einer Fototapete, die einen Teil seiner Wohnung darstellt, in den nächsten Raum gehen. Hier wirkt die fotografische und filmische Installation - der Besucher scheint von der Küche durch eine Tür in eine Spiegelung des Balkonfensters hinein zu gehen. Andreas Koch interessiert nicht der Moment, den die Kamera einfängt. Die verschiedenen Blickwinkel, Erfahrungen und Erinnerungen lässt er verschmelzen. Er lädt den Besucher ein, ihm in seine reale und gedankliche Welt zu folgen.

Die Schweizerin Franziska Furter lebt in Basel und Berlin. Sie hat das Lichthaus in Arnsberg für ihre Installation „Some Echoes Some Shadows“ zur Verfügung. Die Künstlerin, deren Medium die Zeichnung ist, wählte den Himmel als Hintergrund. Durch die wechselnden Lichteinflüsse bekommen die im Raum schwebenden, an Bändern auf gehangenen bunten Wimpelketten eine besondere Faszination. Franziska Furter inszeniert das Lichthaus zu einem Glücksraum, indem sie eine feierliche Situation schafft. Die gewonnene Dreidimensionalität lässt dem Betrachter Raum für Interpretation.

Die Ausstellung im Lichthaus ist vom 22. März bis 26. Mai zu sehen. Die Ausstellung im Kunstverein Arnsberg läuft vom 22. März bis 12. Mai.

Der Kunstverein Arnsberg war mit 17 anderen Vereinen für den ADKV-Art Cologne Preis für Kunstvereine 2013 nominiert. (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine). Bekommen hat den Preis der Neue Berliner Kunstverein. Der Arnsberger Kunstverein war in diesem Jahr schon zum dritten Mal nominiert.

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