Leben nach der Bombe?

Nach einem Atomkrieg ernähren sich die letzten Überlebenden aus Konservendosen — dieses Szenario präsentieren die 'Sieben' des Kulturtrichters in ihrem neuen Stück.

Ist ein Leben nach der Atombombe möglich? Und wenn ja, ist es noch lebenswert? Mit Fragen dieser Art setzt sich Theaterautor Edward Bond in seinem Stück "Die Konservendosenmenschen" auseinander.

"Sieben", die hauseigene Gruppe des Kulturtricher Sundern, hat sich nach fast neun Jahren noch einmal des anspruchsvollen Stoffes des Londoner Dramatikers angenommen. "Denn", so Peter Jagoda von den "Sieben", "das Stück hat in der Zwischenzeit nichts von seiner Aktualität verloren." In der neuen Inszenierung wird nun das Schauspiel mit dem Medium Film verknüpft. "Sieben" präsentiert ein Stück, in das trotz düsterer Atmosphäre immer wieder die Banalität und der Irrwitz des menschlichen Alltags einbrechen.

Nach einem weltweiten Atomkrieg hat scheinbar als einzige eine kleine Gruppe von Menschen überlebt. Sie haben sich in den vergangenen Jahren an die neuen Lebensumstände angepasst und versucht, das erlebte Trauma zu überwinden. Als Nahrung dienen ihnen die Konserven eines nicht zerstörten Armeelagers. Die Hoffnung, dass es noch andere Menschen gibt, haben sie nie verloren.

Eines Tages taucht ein Fremder auf, ein neuer Mann. Er löst sowohl Hoffnung als auch Verwirrung aus und zerstört das Gleichgewicht der Gruppe — vor allem, als es zu Todesfällen kommt. Haben die Menschen aus der Katastrophe gelernt, oder zerstören die alten Mechanismen auch ihren kleinen Kosmos?

Die Premiere findet am Freitag, 2. Mai, statt. Weitere Termine sind Samstag, 3., Freitag, 16., und Samstag, 17. Mai. Einlass in die alte Molkerei ist an allen Terminen ab 19.30, die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.

Der Eintritt beträgt sieben Euro (acht Euro für Nichtmitglieder des Kulturtrichter Sundern). Karten gibt es bereits im Vorverkauf an der Allendorfer Tankstelle und bei TMC Sauerland, Mescheder Straße 5 in Sundern. Dort ist auch telefonische Reservierung unter Tel.: 02933/9 78 50 möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare